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  • Tim Nau

Harmonies - Libellud

Harmonies - sorgt für Harmonie

„Harmonies“, von Libellud und im Vertrieb von Asmodee, ist ein Legespiel für 1 bis 4 Spieler von Johan Benvenuto.



Wir wollen wunderschöne Landschaften erschaffen und dadurch neue Lebensräume für Tiere erschaffen, die sich dann dort ansiedeln.

 

Ein Blick in die Spieleschachtel

Das Spielmaterial ist fantastisch. Die Tableaus sind super dick und die Steine sind aus Holz. Dazu kommen illustrierte die liebevollen Karten. Das alles sorgt dafür, dass man das Spiel immer wieder super gerne auf den Tisch bringt.



Auch die Anleitung ist sehr verständlich geschrieben und es werden sämtliche Fragen beantwortet.

 

Das Spielsystem

Das Spielsystem von Harmonies ist einfach, der Spielaufbau zügig abgeschlossen und auch die Regeln innerhalb kürzester Zeit erklärt.

 

Schauen wir uns als erstes kurz die Grundvariante an, die ohne die Naturgeister gespielt wird. Auf das Spiel mit den Naturgeistern werde ich gesondert eingehen.



Es wird lediglich der Spielplan in die Tischmitte gelegt und jedes Feld dort mit 3 Spielsteinen gefüllt, die zufällig aus dem Beutel gezogen werden. Insgesamt gibt es Spielsteine in 6 verschiedenen Farben: Blau (Wasser), grün (Baum), gelb (Feld), grau (Berg), rot (Gebäude) und braun (Holz). Nun werden noch 5 Tierkarten aufgedeckt und das Spiel kann beginnen. 

 

Der aktive Spieler muss in seinem Zug drei Steine von einem Feld nehmen und kann genau eine Tierkarte nehmen sowie Tierwürfel auf einen Spielstein legen. Das Legen von Tierwürfeln ist mehrmals möglich, wenn die Voraussetzung erfüllt wird. Dazu gleich mehr.

 

Nach dem Nehmen von 3 Spielsteinen müssen diese auf dem eigenen Spielplan platziert werden. Die Lege-Regeln sind einfach. So kann ein Spielstein auf jedes leere Feld gelegt werden. Außerdem kann ein Spielstein auf einen bereits gelegten Stein gelegt werden, um Bäume, Gebäude oder Berge zu erschaffen. Hierbei sind weitere Regeln zu beachten. So kann auf einem braunen Spielstein ein weiterer brauner Stein, ein grüner Stein oder ein roter Stein gelegt werden. Im Falle eines grünen Steins erschafft ihr so einen Baum der Höhe zwei und im Falle eines roten Steins erschafft ihr Gebäude. Auf zwei braune Steine wiederum könnt ihr noch einen grünen Stein platzieren, um so einen Baum der Höhe 3. Auf graue Steine dürft ihr maximal 2 weitere graue Steine legen, um so einen immer höheren Berg zu erschaffen. Auf blaue oder gelbe Steine darf kein weiterer Stein platziert werden.

 

Optional dürft ihr auch nun genau eine Tier-Karte nehmen und in eure Auslage legen. Auf jedes gekennzeichnete Feld der Karte legt ihr einen Tierwürfel. Ihr dürft maximal 4 unerfüllte Tier-Karte ausliegen haben. Bereits erfüllte Karten zählen nicht gegen dieses Limit.

 

Des Weiteren dürft ihr beliebig oft Tierwürfel auf Spielsteine legen. Dies dürft ihr aber nur, wenn ihr die Voraussetzung einer Tier-Karte in eurer Auslage erfüllt. Die zu erfüllende Voraussetzung ist die Lebensbedingung des entsprechenden Tieres, die als Muster auf der Karte vorgegeben ist. Dieses Muster müsst ihr genauso erfüllen, wobei die Ausrichtung allerdings beliebig ist.

Am Ende des Zuges werden 3 Spielsteine aus dem Beutel gezogen und auf das leere Feld gelegt. Des Weiteren wird ggfs. noch die Auslage an Tier-Karten wieder aufgefüllt. Nun ist schon der nächste Spieler am Zug.

 

Das Spiel endet entweder wenn der Beutel leer ist und dementsprechend nicht mehr aufgefüllt werden kann oder wenn es am Ende des Zuges nur noch 2 oder weniger unbesetzte Felder auf dem Spielplan eines Spielers gibt. In meinen zahlreichen Partien kam es allerdings noch nie dazu, dass keine Spielsteine mehr gezogen werden konnten. Falls nötig wird die laufende Runde noch zu Ende gespielt, damit jeder Spieler die gleiche Anzahl von Zügen hatte.

 

Anschließend erfolgt dann die Schlusswertung.


Ihr erhaltet Punkte in Abhängigkeit der Höhe der platzierten Bäume und Berge. Des Weiteren gibt es Punkte für Felder. Hier allerdings nur, wenn diese aus mindestens 2 aneinandergrenzenden Einzelfeldern bestehen. Des Weiteren gibt es noch Punkte für Gebäude, wenn diese mindestens von 3 verschiedenfarbigen Spielsteinen umgeben sind. Dann werden noch Punkte für die platzierten Wasser-Plättchen vergeben. Hier gibt es einen Unterschied zwischen der A- und B-Seite des Spielplans. Beim Spiel mit der Seite A erhaltet ihr Punkte in Abhängigkeit von der Länge des Flusses. Beim Spiel mit der Seite B erhaltet ihr Punkte für gebildete Inseln. Als Insel werden Spielplanfelder bezeichnet, die durch blaue Spielsteine von anderen Spielplanfeldern abgetrennt sind. Zu guter Letzt gibt es dann noch Punkte für Tier-Karten. Ihr erhaltet die Punkte, die unter dem obersten Feld ohne Tierwürfel angegeben sind. Beim Spiel mit den Naturgeistern erhaltet ihr jetzt ggfs. noch Zusatzpunkte. Auf dieses System gehe ich gleich gesondert ein.

 

Das Spiel mit den Naturgeistern

Für das Spiel mit den Naturgeistern liegen dem Spiel 10 Karten und 4 Würfel bei.

 

Möchtet ihr mit den Naturgeistern spielen, teilt ihr in der Spielvorbereitung jedem Spieler 2 Karten aus, von denen jeder Spieler eine wählt. Wichtig ist, dass diese Karten zum Limit von 4 Karten zählen, bis die Karte erfüllt wurde.



Grundsätzlich verhalten sich diese Karten exakt wie die Tier-Karten. So stellen sie auch eine Voraussetzung, die es zu erfüllen gilt. Gelingt euch dies, platziert ihr den entsprechenden Würfel und werdet am Spielende mit Bonuspunkten für bestimmte Landschaften bzw. verbundene Landschaftsgebiete belohnt.

 

Diese Variante macht das Spiel komplexer und deutlich kopflastiger.

 

Die optimale Spielerzahl

Konzipiert ist das Spiel für 1 bis 4 Personen. Auf den Solo-Modus gehe ich gleich kurz gesondert ein.

 

Das Tolle an diesem Spiel ist, dass es in jeder Spieleranzahl gleich gut funktioniert. Anpassungen werden nicht vorgenommen, da diese auch nicht nötig sind.


Spielaufbau des Solo-Spiels

Auch an die Freunde des Solo-Spielens wurde gedacht. Hierfür nutzt ihr die Rückseite des Tableaus, welches nur drei Felder für die Spielsteine besitzt. Als offene Auslage stehen euch allerdings nur drei Tier-Karten zur Verfügung.

 

Außer dass ihr eine Tier-Karte abwerfen und durch eine neue ersetzen dürft, falls ihr in diesem Zug keine Tier-Karte genommen habt, bleiben die Regeln komplett unverändert und ihr versucht, möglichst viele Punkte zu erzielen. Der Modus funktioniert super und das Spiel macht auch alleine großen Spaß. Die Spieldauer liegt nie über einer halben Stunde.

 

Fazit

Harmonies wirkt und spielt sich wie eine Mischung aus Azul und Cascadia und vereint Komponenten dieser beiden großartigen Spiele. Doch ist es nur ein einfacher Klon oder reicht es, um einen eigenen Weg zu gehen?

 

Zunächst einmal überzeugt Harmonies mit seinem tollen Material und seiner wirklich wundervollen Gestaltung. Des Weiteren sind die Regeln prinzipiell sehr einfach ohne dass das Spiel dabei aber unterfordert. Die Grundvariante richtet sich dabei auch an reine Familienspieler. Die Variante mit den Naturgeistern legt dann eine kleine Schüppe drauf. An Harmonies werden folglich sowohl Familienspieler als auch Kenner- und Expertenspieler ihre wahre Freude haben.



Harmonies präsentiert sich als recht ruhige Spiel. Ohne Nachdenken werdet ihr allerdings nicht sehr weit kommen, denn das Spiel wird euch ganz schön zum Grübeln bringen. Zumindest dann, wenn ihr eure Punkte optimieren wollt. Hier ist Vorausplanung das A und O. Ihr müsst ausgewogen spielen denn es gibt ja zum einen Punkte für die Tier-Karten aber zum anderen auch Punkte für die Gestaltung eures Boards. Darüber hinaus ist es nun einmal so, dass durch das Ziehen der Steine aus dem Beutel eine Zufallskomponente ins Spiel kommt und ihr euch immer auf neue Situationen einstellen müsst.

 

Im Fach für die Karten ist noch deutlich Luft und ich hoffe sehr, dass wir bald eine Erweiterung geboten bekommen.

 

Ich lehne mich aus dem Fenster und sage, dass sich dieses Spiel definitiv auf der Empfehlungsliste wiederfinden find und vielleicht auch einen die ersten Plätze belegt. Eine ganz klare Empfehlung für alle Spielertypen.

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