• Tim Nau

Mein erstes Kakerlakak - Ravensburger

Mein erstes Kakerlakak

„Mein erstes Kakerlakak“, von Ravensburger, ist ein rasantes Spiel für 2 bis 4 Spieler ab 3 Jahren. Autoren sind Inka und Markus Brand.



Mama Kakerlake hat alle Hände voll zu tun, um die hungrigen Mäuler des Nachwuchses zu stopfen und flitzt durch die Gänge, um möglichst schnell das Futter durch die Löcher im Dielenboden zu schieben.


Ein Blick in die Spieleschachtel

Das Spielmaterial ist toll. Highlight ist natürlich Mama Kakerlake, die einen sehr wertigen Eindruck hinterlässt.



Die Anleitung ist absolut verständlich geschrieben und es kann sofort mit dem Spiel begonnen werden.


Das Spielsystem

Das Spielsystem von „Mein erstes Kakerlakak“ ist super schnell erklärt und das Spiel in einer Minute aufgebaut.


Jeder Spieler wählt eine Farbe,

nimmt sich die vier entsprechenden Futterkugeln und legt diese in seine Vorratskiste. Eine davon wird auf das Startfeld gesetzt. Nun darf einer der Spieler Mama Kakerlake anschalten und auf ihr Startfeld setzen. Sofort flitzt diese nun los und schiebt das Futter vor sich her. Immer dann, wenn eine der Kugeln in ein Loch im Dielenboden verschwindet darf der entsprechende Spieler eine neue Kugel platzieren. Das Spiel endet, sobald einer der Spieler keine Kugel mehr hat.


Für etwas ältere Kinder liegt dem Spiel auch noch eine Variante bei. In dieser Variante erhält jeder Spieler die bebilderte Vorratskiste und alle Kugeln werden als gemeinsamer Vorrat in die Tischmitte gelegt.


Aus dem gemeinsamen Kugelvorrat sucht sich jeder Spieler nun zu Beginn eine für sein Bild passende Kugel heraus und legt diese auf das Startfeld. Des Weiteren kommt die beiliegende Schranke zum Einsatz. Diese wird hinter das Startfeld von Mama Kakerlake platziert und diese beginnt ihr Runde vor der Schranke und läuft nun nur genau eine Runde, weil sie vor der Schranke gestoppt wird. Alle Futterkugeln, die nun noch auf dem Spielbrett liegen kommen vom Spielplan herunter. Die in die Löcher gefallenen Kugeln erhalten die entsprechenden Spieler, damit sie auf dem Bild platziert werden können. Nun startet die nächste Runde. Das Spiel endet, sobald einer der Spieler alle für sein Bild benötigten Futterkugeln gesammelt hat.



Fazit

„Mein erstes Kakerlakak“ ist quasi die Juniorversion des großen Bruders "Kakerlakak“. Im Gegensatz zu diesem Spiel sind hier die Handlungsmöglichkeiten, entsprechend der Altersempfehlung, stark eingeschränkt.


Eigentlich ist die einzig durchzuführende Handlung die Platzierung einer neuen Futterkugel. Im Rahmen der Variante muss auch noch auf die Farbe der Kugel geachtet werden, die man zur Komplettierung seines Bildes benötigt. Hierfür muss das Kind natürlich schon in der Lage sein, die Farben entsprechend zu unterscheiden.


Doch das macht das Spiel nicht schlecht. Wir haben es mit jüngeren Kindern unterschiedlichen Alters gespielt und die hatten alle Freude dabei, die Kakerlake zu beobachten und ihre Kugeln zu platzieren. Und beim Spiel mit der Variante kann man auch einen knapp 6-jährigen noch mal mit einer Runde begeistern.


Ein kleines Problem ist, dass die Langzeitmotivation eher als gering zu bewerten ist. Gefühlt ist eine Runde sofort vorbei. Und tatsächlich vergehen wohl gerade einmal 2 Minuten, bis alle Kugeln eines Spielers in die Löcher gefallen sind. Auch wenn das Spiel dann eigentlich vorbei ist, haben die Kinder meistens noch weitergespielt. Man spielt dann noch eine zweite oder auch dritte Runde aber das war es dann. Aber dann holt man es halt am nächsten Tag wieder raus. Persönlich finde ich das sich das Spiel gut eignet, um Kinder ein wenig an Spiele heranzuführen.


Auch unser nicht einmal zweijähriger Nachwuchs hatte große Freude daran zu sehen, wie die Kakerlake durch die Gänge flitzt und Futterkugeln zu platzieren – ok, oftmals hat er diese auch einfach in die Löcher gesteckt. Der Geräuschpegel während des Spiels war auf jeden Fall immer sehr hoch. Passt nur auf, dass die Kakerlake nicht unter euer Sofa flitzt, denn das heißt es erst einmal dieses zu verschieben.


Was wirklich gut funktioniert ist der

Mechanismus der Mama Kakerlake. In unseren Runden kam es nur sehr selten vor, dass die Kakerlake sich verklemmt hat. Dies geschah meistens in den kleinen Löchern, wo die Futterkugeln platziert werden. In den Kurven selbst kam dies noch seltener vor, was mich echt gewundert hat. Ein kleiner Druck auf den Po löst dieses Problem aber sofort und es geht weiter.


„Mein erstes Kakerlak“ ist eine Empfehlung für Kinder ab knapp drei Jahren. Ab diesem Alter ist ein „richtiges“ Spiel möglich. Wie geschrieben, können auch jüngere Kinder begeistert werden. Und damit bietet das Spiel auch für Eltern ein wenig Abwechslung zu der sonstigen Beschäftigung.


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