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Noch mal! - Deluxe-Variante - Schmidt Spiele

  • Tim Nau
  • vor 4 Minuten
  • 6 Min. Lesezeit

Noch mal! – Die Deluxe-Variante

„Noch mal!“, von Schmidt Spiele, ist ein Roll & Write Spiel für 1 bis 4 Spieler von Inka und Markus Brand.


Es gilt, möglichst schnell Kästchen auf unserem Board anzukreuzen. Dazu müssen wir immer einen Farb- und einen Zahlenwürfel auswählen.


Und nach dem Spiel heißt es dann noch mal, weil man schnell eine weitere Partie spielen möchte.


Ein Blick in die Spieleschachtel

Das Spielmaterial ist, bis auf einen Faktor, super gelungen und einer Deluxe-Variante auch würdig. Starten wir mit dem Kritikpunkt. Nicht zufrieden bin ich mit den Stiften. Zum einen schmieren diese extrem und zum anderen frage ich mich, warum man keinen Wischer an diese gemacht hat. Absolut erstklassig finde ich die Boards. Diese sind weder zu klein noch zu groß und ein Abwischen ist problemlos möglich. Ja, jetzt könnte man noch kritisieren, dass die Schachtel sehr groß ist. Muss man das? Aus meiner Sicht nicht da man ja weiß, was die Schachtel beinhaltet und es sich hier nun einmal um eine Deluxe-Variante handelt. Die Größe ist natürlich dem Würfelturm geschuldet. Ja, bei diesem handelt es sich „nur“ um ein Gimmick, welches man nicht unbedingt braucht. Doch ich glaube, dass sich viele Spieler darüber freuen und ihn nutzen. Die Ausgabe der Würfel erfolgt dann auch direkt in der Spieleschachtel. Ich persönlich nutze weiter meinen Würfelteller. Ein Sonderlob für die Würfel. War es in der „alten“ Version noch so, dass auf den Farbwürfeln nur ein „X“ in der entsprechenden Farbe zu sehen war, so sind es hier unterschiedliche Symbole. Erstklassig, da so auch Menschen mit einer Farbsehschwäche das Spiel genießen können. Daran können sich viele mal gerne eine Scheibe abschneiden.



Die Anleitung ist klasse und es bleibt keine Frage unbeantwortet.


Das Spielsystem

„Noch mal!“ überzeugt mit einfachen Regeln.


Schauen wir uns als erstes die kompetitive Variante an, die den meisten wahrscheinlich bekannt ist. Auf die Besonderheiten des kooperativen Spiels und der Solo-Version, gehe ich dann später gesondert ein.


Zunächst einmal erhält jeder Spieler ein Tableau. Achtet darauf, dass ihr auch die Seite für die kompetitive Variante des Spiels nehmt, da die Boards beidseitig bedruckt sind.


Der aktive Spieler würfelt mit den 6 Würfeln und legt die gewünschte Kombination aus einem Farb- und einem Zahlenwürfel heraus. Für alle übrigen Spieler bleiben die 4 übriggebliebenen Würfel, aus denen diese wählen können. Kannst oder möchtest du als aktiver Spieler keinen der Würfel nutzen, musst du passen. Den anderen Spielern stehen dann alle 6 Würfel zur Verfügung.


Lediglich in den ersten drei Spielrunden stehen allen Spielern immer alle 6 Würfel zur Verfügung. Nun muss die entsprechende Kombination auf dem Board angekreuzt werden. Beachtet, dass ihr in der ersten Runde, also beim allerersten Ankreuzen, mindestens ein Kreuz in der Spalte „H“ gesetzt haben müsst.


Für das Ankreuzen gelten einfache Regeln. Es müssen immer alle Kreuze zusammenhängend in einem Farbblock der gewählten Farbe gesetzt werden und deren Anzahl muss dem Wert des gewählten Zahlenwürfels entsprechen. Das erste Kreuz muss immer an mindestens einem angekreuzten Kästchen oder in der Startspalte beginnend gesetzt werden.



Das „?“ auf dem Zahlenwürfel und das „X“ auf dem Farbwürfel sind Joker. Von diesen stehen euch 8 für das Spiel zur Verfügung. Nutzt ihr einen Joker, müsst ihr diesen auf eurem Board abstreichen und könnt diesen dann verwenden. Selbstverständlich könnt ihr, wenn gewürfelt, auch einen Farb- und Zahlenjoker verwenden, müsst dafür dann allerdings natürlich auch 2 Joker-Symbole abstreichen.


Oben auf dem Block sind die Spalten mit den Buchstaben „A“ bis „O“ gekennzeichnet. Der Spieler, der als erster eine Spalte komplett hat, erhält die Punkte in der oberen Zeile. Dieser Wert wird nur einmal vergeben. Alle anderen Spieler streichen nun diese Punkte, können aber noch die niedrigere Punktzahl erreichen.


Dann wäre da noch der Farbbonus, der auch als Trigger für das Spielende fungiert. Dem Spieler, dem es als erster gelingt, alle Felder einer Farbe anzukreuzen, erhält den höheren Wert. Wie beim Spaltenbonus auch, können alle anderen Spielern noch die niedrigere Punktzahl erhalten. Grundsätzlich endet das Spiel sofort nach dem Wurf, in dem es einem Spieler gelingt, ein zweites Farbbonusfeld auf seinem Spieltableau einzukreisen.


Nun erfolgt noch die Schlusswertung. Ihr addiert dazu einfach die Bonuspunkte aufgrund der Farbfelder und euren Spaltenbonus. Des Weiteren bekommt ihr noch einen Punkt für jeden nicht genutzten Joker. Von diesem Ergebnis müsst ihr nun noch 2 Punkte je Stern-Feld abziehen, welches ihr nicht angekreuzt habt. Achtung: Diese Minuspunkte können sich ganz schön summieren. Achtet daher immer darauf, möglichst wenig Sterne überzulassen, bevor das Spielende ausgelöst wurde. Es kommt vor, dass man das Spiel gewinnt, ohne zwei Farbfelder angekreuzt zu haben. Anschließend heißt es dann noch mal!


Die kooperative Variante und der Solo-Modus

Diese beiden Varianten machen das Spiel für mich ganz besonders. Es gelten die Grundregeln des Basisspiels. Ihr spielt beide Varianten mit der Rückseite der Spielertableaus und benötigt zusätzlich noch das Missionstableau, welches eurer Spieleranzahl entspricht. Die Basisregeln bleiben unverändert.


Eine Partie dauert immer genau 27 Spielzüge. Vor dem Zug streicht ihr immer das nächste Feld der Spielzugsanzeige. Dadurch seht ihr immer, wie viele Runden ihr noch zur Verfügung habt und zusätzlich gibt die farbliche Markierung an, welcher Spieler dran ist. Dieser würfelt und nun müsst ihr gemeinsam überlegen, welche Würfel dieser Spieler nimmt und welche Würfel dementsprechend dann den anderen Spielern zur Verfügung stehen. Nach dem 27. Zug endet dann das Spiel. Bei diesen Varianten gibt es keine Minuspunkte aufgrund nicht markierter Stern-Felder aber auch keinen Farb-Bonus.


Ziel des Spiels ist die Erfüllung eurer Mission. Vor Spielbeginn müsst ihr euch eine der 5 zur Verfügung stehenden Missionen aussuchen, die in aufsteigendem Schwierigkeitsgrad auf dem Missionstableau zu finden sind.


Schauen wir uns kurz die unterschiedlichen Missionen an.


In der ersten Mission gilt es, eine bestimmte Anzahl an Farb-Boni erhalten. Wie dargelegt gibt es dafür keine Punkte. Ihr müsst also „einfach“ alle Felder einer oder mehrerer Farben ankreuzen. In der zweiten Mission hingegen müsst ihr Reihen komplettieren und in der dritten Mission gilt es, alle Stern-Felder anzukreuzen. Zur Erfüllung der vierten Mission müsst ihr die 14 Zahlenfelder streichen. Dies tut ihr, indem ihr alle 4 Kästchen ankreuzt, die sich um eine Zahl befinden. Mission 5 ist dann die Königs-Disziplin. Hier müsst ihr die Spalten NOCHMAL in der korrekten Reihenfolge komplett füllen. Je nach Spieleranzahl gilt es zusätzlich noch Farb-Boni zu erhalten.


In diesen Varianten gibt es auch Fehlwürfe. Kann oder will ein Spieler eine Kombination nicht nutzen, so muss dieser einen Fehlwurf eintragen. Kommt es bei einem Spieler zu einem dritten Fehlwurf, haben alle das Spiel verloren. Auch deshalb sind Absprachen unumgänglich.


Doch das war es dann noch nicht. Es gibt nämlich noch Zwischenziele nach dem 10., dem 19. Und dem 27. Spielzug. Ihr müsst eine Punktevorgabe erfüllen. Gelingt euch dies nicht, müsst ihr einen Malus hinnehmen. So ist nach dem 10. Spielzug eine bestimmte Anzahl an Koker-Symbolen zu streichen, nach dem 19. Spielzug einen Würfel entfernen und nach dem 27. Spielzug muss jeder ein Fehlwurf-Feld abstreichen. Wenn dies bei einem Spieler das dritte Feld ist habt ihr das Spiel verloren, obwohl ihr vielleicht eurer Missions-Ziel erfüllt habt.


Fazit

„Noch mal!“, in der kompetitiven Variante gehört zu meinen absolut favorisierten Spielen dieses Genres. Mit meiner Frau, vor allem im Urlaub oder draußen auf der Terrasse, habe ich es rauf und runter gespielt und wir tun dies noch immer. Da vor allem meine Frau kooperative Spiele liebt und ich sehr gerne auch Solo-Spiele spiele, waren wir auf die Umsetzung super gespannt.


Das Spiel macht in der kompetitiven Version großen Spaß. Hier gilt es, möglichst viele Punkte zu sammeln.


Die kooperative Variante sowie die Solo-Version werden mit den Missionstableaus gespielt. Hier ist für enorme Wiederspielbarkeit gesorgt, da euch 5 unterschiedliche Missionen zur Verfügung stehen, die in aufsteigender Schwierigkeit sortiert sind. Die Schwierigkeit der Missionen ist gar nicht mal ohne und ihr werdet auch öfter scheitern, was aber dazu gehört. Kritiker können jetzt fragen, warum es „nur“ 5 Missionen gibt. Ich finde das recht viel und vielleicht kommt ja hier noch was als Erweiterung oder ihr denkt euch selbst eine Mission aus.


Ich möchte hier großes Lob zollen denn die Umsetzung der kompetitiven Version zur kooperativen Variante ist erstklassig gelungen. Reden und gemeinsames Planen sind Kernelemente eines kooperativen Spiels und hier vollumfänglich vorhanden. Nach jedem Würfelwurf muss man gemeinsam schauen, wie man die Würfel denn nun am besten verwendet – ohne Absprache ist hier alles zum Scheitern verurteilt. Das steht im kompletten Gegensatz zur kompetitiven Variante in der man auch mal schaut, dass Gegenspieler eben bestimmte Würfel gerade nicht bekommen und man selbst auch mal die für sich etwas schlechtere Kombination wählen muss.


Der Spielspaß ist vollkommen unabhängig von der Teilnehmerzahl. Die auf der Verpackung angegebene Dauer von ca. 20 Minuten ist in der kooperativen Variante allerdings eher unrealistisch, da zur Erfüllung der Ziele Absprachen zu treffen sind. Hier dauert eine Partie in der Regel so ungefähr 30 Minuten.


Wenn ihr bereits über die kompetitive Version des Spiels verfügt und nicht kooperativ oder solo spielen möchtet, solltet ihr euch einen Kauf überlegen. Einziger richtiger Mehrwert sind die abwischbaren Boards. Doch hier kann man sich durch Laminieren auch selbst behelfen. Wenn ihr das Spiel noch nicht habt bzw. das Spiel kooperativ oder alleine spielen wollt, dann greift definitiv zu.


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Wir sind Nina und Tim und gemeinsam sind wir die Gaming Wolves.

In unserem Blog rezensieren wir aktuelle aber auch ältere Spiele, schreiben Kolumnen und Berichten über News aus der Welt der Brettspiele. Wir hoffen, dass wir euch mit unseren Artikeln eine schöne Auszeit geben können und diese für euch als Entscheidungsfindung dienen werden.

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