• Tim Nau

Dragon Parks - Board Game Box

Dragon Parks – Wer lockt die meisten Besucher in seinen Park?

„Dragon Parks“, von Ankama und bei Board Game Box erschienen, ist ein Drafting-Spiel für 2 bis 5 Spieler ab 8 Jahren von Nicolas Sato.



Wir wollen den beliebtesten Drachenpark errichten. Dazu müssen wir entscheiden, mit welchen Drachen wir unsere Besucher begeistern wollen. Achten müssen wir allerdings auch auf die Nahrung, da die Drachen sonst unsere Besucher fressen…


Ein Blick in die Spieleschachtel

Wieder gelingt es Board Game Box uns Spieler mit tollem Spielmaterial zu begeistern, welches mit tollen Illustrationen versehen ist. Highlight sind die transparenten Drachenkarten, die ein echter Hingucker sind.



Die Anleitung ist sehr verständlich geschrieben und Fragen bleiben keine offen. Toll sind in diesem Zusammenhang auch die beiliegenden Übersichtskarten, die genau darlegen, welche Wertungsschritte durchzuführen sind. Einmal das Spiel verstanden ist so kein Blick in die Anleitung mehr nötig.


Das Spielsystem

„Dragon Parks“ überzeugt mit einem einfachen Spielsystem und auch der Spielaufbau ist zügig abgeschlossen.


Zu Beginn des Spiels erhält jeder Spieler

drei zufällige Inselkarten, die er mit einer beliebigen Seite nach oben vor sich ablegen kann. Auf diesen Inselkarten befinden sich bereits Eier und Schafe. Des Weiteren tummeln sich auch schon 5 Besucher in seinem Park. Nun werden noch die transparenten Drachenkarten gemischt und jeder Spieler erhält 4 von diesen. Nun kann das Spiel auch schon starten.


Von seinen 4 Karten wählt jeder Spieler eine Karte aus und legt diese vor sich ab. Haben alle ihre Wahl getroffen, so platziert jeder seine gewählte Karte auf einer seiner Inseln. Wird beim Legen nun ein Ei überdeckt, so kommt es zu einer Geburt, welche 2 Besucher auf die Insel lockt. Wird ein wütender Drache, zu erkennen am offenen Auge, überdeckt, so frisst dieser einen Besucher. Die verbliebenen Karten werden im Uhrzeigersinn weitergegeben. Die Saison endet, wenn jeder Spieler 3 Karten gelegt hat. Einmal gespielte Karten bleiben natürlich immer liegen.


Nun erfolgt noch eine Zwischenwertung.

Der Spieler mit den meisten blauen Drachen erhält 3 Besucher. Der Spieler mit den meisten gelben Drachen erhält einen legendären Drachenmarker, der über eine seiner Inseln gelegt wird. Dieser legendäre Drache zählt als zusätzliche Drachenart. Platziert diesen also immer über der Insel mit den meisten Arten. Im nächsten Wertungsschritt gibt es nämlich Besucher für die Anzahl unterschiedlicher Drachenarten auf jeder Insel. Insgesamt gibt es, mit dem legendären Drachen, 6 Drachenarten. Wichtig bei den Drachenarten ist es, dass wütende Drachen wie „normale“ Drachen behandelt werden. Ein wütender blauer Drache und ein „normaler“ blauer Drachen gelten folglich nur als eine Art. Nach Abschluss dieses Wertungsschritts verlässt der legendäre Drache aber wieder die Insel. Nun gibt es in jeder Saison noch einen Drachen, der bei den Besuchern besonders im Trend liegt. Welcher Drache es ist, richtet sich nach der Saison, in der ihr euch befindet. Für jeden Trend-Drachen erhaltet ihr 2 Besucher. Sämtliche Übersichten erkennt ihr auch auf dem Trendboard.



Nun kommt es noch zur Fütterung – klar, denn die Drachen wollen ja versorgt werden oder besser gesagt, sie versorgen sich selbst. Hierzu zählt ihr einfach eure Drache und eure Schafe. Besitzt ihr zu wenig Schafe, so müssen sich die Drachen leider eine alternative Futterquelle suchen und dies sind eure Besucher.


Nun geht es in die nächste Saison. Zu Beginn erhält jeder Spieler wieder 4 Drachenkarten und die Runde kann beginnen.


Nach 3 Saisons endet das Spiel. Es gewinnt der Spieler, der die meisten Besucher in seinen Park locken konnte.


Die optimale Spielerzahl

Das Spiel ist konzipiert für 2 bis 5 Spieler. Insgesamt ist die Freude am Spiel unabhängig von der Personenzahl und auch mit 2 Spielern macht das Spiel große Freude. Man kann vielleicht höchstens, wie bei vielen Familienspielen sagen, dass der Spaßfaktor mit zunehmender Personenzahl steigt.


Fazit

„Dragon Parks“ ist ein einfaches Drafting-Spiel, welches sich vor allem an Familienspieler richtet.


Auch wenn Drachen ziemlich im Trend liegen, hätte ich mir dieses Spiel lieber als „Zoo Park“ mit Elefanten, Affen, Tigern etc. gewünscht. Ich persönlich finde nämlich, dass sich vor allem der blaue, gelbe und grüne Drachen viel zu wenig voneinander unterscheiden, da sie lediglich eine andere Körperausrichtung haben. Das macht das Spielen wirklich unnötig anstrengend, weil die Karten ja auch richtig herum auf der Insel platziert werden müssen. Ich musste oftmals in der Anleitung schauen, wie rum ich denn nun die Karte auf meine Insel legen muss. Das wäre bei „normalen“ Tieren deutlich einfacher gewesen. Und wenn man unbedingt Drachen verwenden möchte, dann hätte man doch bitte selche genommen, die ohne Probleme auseinanderzuhalten gewesen wären. Nun kann mit der Farbe des Drachen gekontert werden. Doch diese nutzt Menschen mit Farbsehproblemen recht wenig und mit zunehmender Anzahl übereinanderliegender Karten, verschwimmt die Farbe auch.


Ich finde das wirklich schade, denn mir

gefällt das Spiel richtig gut. Die Illustrationen sind spitze, die transparenten Karten sehen einfach toll aus, die Regeln sind sofort verstanden und eine Partie dauert nur knapp 15 Minuten. Ideal also für zwischendurch und auch für die ganze Familie, da auch jüngere Spieler hervorragend an etwas komplexere Spiele herangeführt werden. Dieses Spiel bedarf nämlich ein klein wenig Taktik und es gilt auch immer, sich auf die kommende Saison ein wenig vorzubereiten. Natürlich spielt das Glück eine große Rolle, denn oftmals wollen die Karten einfach nicht auf die eigenen Inseln passen. Dann gilt es eben abzuwägen, mit welcher Platzierung man den wenigsten Schaden anrichtet. Doch Glück gehört zu Spielen dieser Kategorie dazu.


Insgesamt ist „Dragon Parks“ ein gutes Spiel, welches leider durch die Drachenwahl unnötig „anstrengend“ wird.

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