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Pergola - Rebel

  • Tim Nau
  • vor 6 Minuten
  • 5 Min. Lesezeit

Pergola

„Pergola“, von Rebel und im Vertrieb von Asmodee, ist ein Legespiel für 1 bis 4 Spieler von Michal Golab Golebiowski und Przemek Wojtkowiak.

 


Wir sind Gärtnerinnen und Gärtner und wollen einen wunderschönen Garten erschaffen, um viele Insekten anzulocken, die sich hier wohlfühlen…

 

Meinung

Pergola ist ein Spiel, welches mich sofort durch sein tolles Cover angesprochen hat. Es zeichnet sich durch wundervolles Material und einer recht einfachen Spielweise aus. Ich habe jetzt viele Partien in jeder Konstellation gespielt und es hat allen Teilnehmern immer Spaß gemacht. Ein Dauerbrenner wird es allerdings trotzdem nicht werden. Warum, schauen wir uns in meiner Rezension an.


Zu Beginn erwartet und eine Materialschlacht

Wenn wir die Schachtel öffnen erwartet uns eine Fülle von Material, welches erst einmal ausgepöppelt und sortiert werden will. Doch keine Sorge, ihr müsst die vielen unterschiedlichen Materialien nicht in Zipp-Beutel verstauen und zum Spielen auf den Tisch stellen. Es gibt ein tolles Insert, wo alles seinen Platz hat und dieses stellt ihr einfach auf dem Tisch und jeder Spieler kann sich dann bedienen. Nach einer Partie kommt alles wieder rein und so dauert der Aufbau für die nächste Runde auch nicht lange. Das Material, eine Mischung aus Holzteilen und Pappe, hat eine erstklassige Qualität. Und auch der Rest der Materialien kann, dank des tollen Inserts, perfekt verstaut werden.


Material in Hülle und Fülle
Material in Hülle und Fülle

 

Einzig und allein die Werkzeuge wollen in den Haltern nicht wirklich halten. Aber gut, dass ist Jammern auf hohem Niveau.

 

Ein Spielzug ist super einfach. Der aktive Spieler nimmt sich eines der vier verfügbaren Werkzeuge, erhält die darauf abgebildeten Dinge für seinen Karten und führt die korrespondieren Aktion durch.

 

So platziert ihr dann Stockmalven, Schmetterlinge, Magnolien, Marienkäfer, Waldreben, Bienen, Lavendel oder Libellen in eurem Garten, der dadurch immer schöner wird. Hier wurde herausragende Arbeit geleistet und es macht großen Spaß, den Gärten beim Gedeihen zuzuschauen und die Endprodukte sehen wirklich wunderschön aus.

 


Es gibt klare Platzierungsregeln. So müssen, zum Beispiel, gleichfarbige Stockmalven immer übereinander platziert werden. Auch für die Insekten, die ihr in euren Garten legen kommt, gibt es vorgegebene Orte, an denen sich diese niederlassen.

 

Als nächstes führt ihr die Aktion des Platzes durch, an dem sich euer Werkzeug befunden hat. Schauen wir uns die 4 Aktionen kurz zusammen an.


Eure Wassertropfen wandern den Wasserfall hinab
Eure Wassertropfen wandern den Wasserfall hinab

Als erstes wäre da die Aktion „Insektenflug“. Durch diese Aktion könnt ihr bis zu 2 Insekten fliegen lassen. Dies gilt sowohl für Insekten, die bereits einen Platz in eurem Garten gefunden haben als auch für Insekten, die noch in eurem Garten schweben. Zu Beginn des Spiels versucht man diese Aktion eher zu vermeiden da man immer versucht einen Platz für die Insekten zu haben, die man im rahmen seines Zuges bekommt. Doch zum Ende des Spiels kann auch diese Aktion wichtig werden. Dennoch ist es definitiv die Aktion, die am wenigsten ausgeführt wird.

 

Durch die Aktion „Wassertropfen“ könnt ihr einen eurer 2 Wassertropfen um ein Feld bewegen und erhaltet die entsprechende Belohnung. Erreicht ein Tropfen das Ende des Wasserfalls. So dürft ihr eines der drei Felder wählen, die euch am Spielende noch zusätzliche Punkte bringen.

 

Der Frosch springt im Teich umher
Der Frosch springt im Teich umher

Dann hätten wir noch den Froschsprung. Zu Beginn des Spiels befindet sich der Frosch noch im Garten und springt im Rahmen der ersten Aktion dann auf eine beliebige freie Seerose und ihr erhaltet die entsprechende Belohnung. Eine Ausnahme stellen die Seerosen mit Libellen dar. Auf diese dürft ihr erst springen, wenn ihr die Voraussetzung erfüllt.

 

Die letzte Aktion ist die Aktion „Vogelflug und Blätter“. Durch diese erhaltet ihr das oberste Blatt von einem der 3 Stapel der Laubplättchen. Sofort bekommt ihr das entsprechende Insekt. Am Ende des Spiels erhaltet ihr noch einen Punkt für jede Blattfarbe.


Nachdem jeder Spieler 15 Züge gemacht hat, endet das Spiel und es erfolgt die Schlusswertung. Dank eines klasse Wertungstableaus, welches ihr irgendwo in eurem Spielerbereich platzieren könnt, habt ihr immer im Überblick, für was es wieviel Punkte am Spielende gibt.

 

Top für jede Spielerzahl

Pergola überzeugt in jeder Spielerzahl uund das ist ein großer Pluspunkt an diesem Spiel. Das kommt natürlich auch daher, dass jeder an seinem eigenen Garten baut und Interaktion fast nicht gegeben ist. Euch muss daher klar sein, dass dieses Spiel nichts für euch ist, wenn ihr Wert auf Interaktion legt.


Auch alleine kann ich das Spiel empfehlen. Die Regeln sind dabei identisch zu denen des Mehrpersonenspiels. Über ein System entfernt ihr nach jedem Zug ein Werkzeug.

 

Einmal mit den Regeln vertraut dauert eine Partie gut 30 Minuten.

 


Leider ein geringer Wiederspielwert – aber man holt es gerne wieder raus

Auch wenn man, zumindest prinzipiell, unterschiedliche Schwerpunkte bei der Gestaltung des eigenen Gartens setzen kann muss man einräumen, dass der Punkteunterschied bei den Teilnehmern nie sonderlich groß war. Am Ende trennten alle Spieler immer wenig Punkte. Das resultiert natürlich daher, dass die Verfügbarkeit der einzelnen Materialien durch die Werkzeuge eben begrenzt und man muss das einpflanzen, was eben durch die Werkzeuge zu bekommen ist. Klar, in dem einen Garten gibt es mal etwas mehr Magnolien als in einem anderen Garten oder die Anzahl der Insekten ist unterschiedlich. Aber es geht am Ende schlussendlich nur darum, Sets zu sammeln und darauf muss man sich auch konzentrieren. Eine wirkliche Strategie kann man nicht fahren. Unbedingt beachten sollte man aber die Honigtöpfe, da diese dann Zünglein an der Waage sein können.

 

Das führt dann dazu, dass sich das Spiel dann leider doch recht schnell abnutzt und der Wiederspielreiz eher gering ausfällt.

 

Doch das heißt nicht, dass das Spiel nach ein paar Partien im Regal verschwindet und dort ein trauriges Dasein fristet. Es ist ein Spiel welches man, nach einer gewissen Zeit, gerne wieder auf den Tisch bringt und welches man auch sofort wieder spielen kann, weil die Regeln eben klar sind.

 


Fazit

Themen mit Natur und Tieren gehen immer und erfreuen sich großer Beliebtheit.

 

Positiv bleibt festzuhalten, dass Pergola mit wundervollem Material und einem recht einfachen Spielsystem überzeugt. Es macht großen Spaß, seinem Garten und dem seiner Gegenspieler beim Wachsen zuzuschauen.

 


Auf der negativen Seite steht vor allem, dass sich das Spiel dann leider zu schnell abnutzt und eben kein Dauerbrenner wird, der mehrere Abende hintereinander auf dem Tisch landen. Dafür unterschieden sich die Partien nämlich einfach viel zu wenig voneinander und eine wirkliche Anpassung der eigenen Taktik bzw. der eigenen Strategie ist nur bedingt möglich. Doch dieser Punkt trifft eher auf Vielspieler zu. Aus meiner Sicht richtet sich das Spiel eher an Familienspieler und diese werden voll auf ihre Kosten kommen. Dank der geringen Einstiegshürde sind auch Partien mit Kindern möglich.

 

Insgesamt ein gutes Spiel, welches aber nicht für jeden etwas ist.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Wir sind Nina und Tim und gemeinsam sind wir die Gaming Wolves.

In unserem Blog rezensieren wir aktuelle aber auch ältere Spiele, schreiben Kolumnen und Berichten über News aus der Welt der Brettspiele. Wir hoffen, dass wir euch mit unseren Artikeln eine schöne Auszeit geben können und diese für euch als Entscheidungsfindung dienen werden.

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