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  • Tim Nau

Voidfall - Mindclash Games

Voidfall - ein umfassender Ersteindruck von Lars

„Voidfall“ von Mindclash Games und als deutsche Version bei Skellig Games erschienen, ist ein episches Strategiespiel mit 4X-Elementen für 1-4 Personen von Nigel Buckle und David Turczi.

Als Führer eines großen Hauses nutzen wir in drei von Galaktischen Ereignissen bestimmten Runden unsere Karten, um die Wege unseres Hauses zu bestimmen. Da es fast keine Glückselemente gibt, ist die sorgfältige Planung der einzelnen Aktionen das Herzstück von Voidfall.


Ein Blick in die Spieleschachtel

Voidfall ist mit Sicherheit ein großes Highlight für Spieler, die schon länger im Hobby sind. Das epische 4X-SciFi-Spiel besticht mit seiner tollen Ausstattung und der enormen Variabilität.

Neben den vielen Szenarios, die man im Kompendium findet, bietet es die Möglichkeit es sowohl solo, kooperativ als auch kompetitiv zu spielen. Hierbei liegt die Spiellänge je Spieler bei etwa 60min, bei Erstpartien aufgrund der guten, aber erstmal unbekannten, Ikonografie auch deutlich länger. Die Einstiegshürde wird durch eine gut strukturierte Anleitung, sowie ein Tutorial bei dem man die Grundmechanismen lernt etwas verringert. Bei den vielen verschiedenen Völkern, die einem zur Auswahl stehen, werden für den Start ebenfalls weniger komplexe Häuser im Regelheft vorgeschlagen. Abgerundet wird das Regelheft durch ein Glossar in dem man für jede Karte und jedes Symbol eine detaillierte Beschreibung findet.


Das Spielsystem

Voidfall verläuft in drei Zyklen, welche sich in einzelne Phasen gliedern. Nacheinander handelt man die Vorbereitungsphase, die Fokusphase und zuletzt die Auswertungsphase ab. Der Rundenablauf ist auf dem Galaxie-Tableau dargestellt und erleichtert dadurch die Abläufe. Werfen wir ganz kurz einen Bick auf die drei Phasen:


Vorbereitungsphase: Es werden Galaktische Ereignisses aufgedeckt und neue Technologien verfügbar.


Fokusphase: Durch Ausspielen von Fokuskarten entscheiden sich die Spieler für ihre Aktionen z.B. Forschung, Produktion, Eroberungen und weitere Aktionen. Es kommt zu Truppenbewegungen und Kämpfen, neue Sektoren werden erschlossen und vorhandene ausgebaut oder verstärkt


Auswertungsphase: Angriffe der Leere werden abgehandelt, die Spieler zahlen ihre „Upkeepkosten“ und Agenda sowie Rundenkarten werden gewertet.


Gesielt wird auf einem zentralen Spielbrett, welches modular aufgebaut ist und je nach Szenario und Spieleranzahl angepasst wird. Jeder Spieler startet mit einem Heimatsektor und kann im Verlaufe der Partie weitere Sektoren erobern. Diese sind entweder unter der Kontrolle der Voids oder eines Gegenspielers. Die Sektoren können ausgebaut und mit Werften, Verteidigungsanlagen oder Raumstationen ausgebaut werden. Außerdem kann man dort Gilden einsetzen, die abhängig von der Bevölkerungszahl des Sektors die Produktion einer Ressource erhöhen. Des Weiteren besitzt jeder Spieler ein eigenes Spielerboard auf dem er bei drei verschiedenen Leisten voranschreiten kann und sich dadurch weitere Boni freischaltet. Es bietet Platz für persönliche Agenda Karten mit Zielen die am Rundenende Punkte geben und Technologiekarten die dauerhafte oder Soforteffekte, sowie weitere Punkte geben können.


Spielziel: Wer am Ende der drei Runden die meisten Einflusspunkte sammeln konnte, gewinnt die Partie.

Fazit

Voidfall bietet durch seine hohe Variabilität und die Möglichkeit es sowohl kooperativ, kompetitiv, als auch solo spielen zu können eine Vielfallt an Einsatzmöglichkeiten, die es einem erleichtern es in verschiedenen Spielersettings auf den Tisch bringen zu können. Der normale Aufbau dauert leider durchaus eine gewisse Zeit, sodass es dringend zu empfehlen ist sich ein Insert zu kaufen, um die Vorbereitungszeit zu minimieren. Mit der Anzahl der Partien werden die Regeln immer verständlicher und auch die Ikonografie erschließt sich einem zunehmend und erleichtert später den Spielfluss. Dadurch wird das Spiel allerdings nicht leichter, sondern die persönlichen gesteigerten Kenntnisse führen dazu, dass man die Zusammenhänge und Konsequenzen seiner Aktionen besser versteht und damit nochmal eine andere Spieltiefe erreicht. Ich denke an dieser Stelle trifft es eben genau den Spielgeschmack derer, die gerne spannende und herausfordernde Entscheidungen treffen möchten und auch nicht davor zurückscheuen ordentlich ins Grübeln zu kommen.


Besonders spannend und reizvoll ist die Fokusphase, in der die Spieler gleichzeitig ihre Aktionen planen können und sich überlegen welche Agendakarten und damit verbundenen Spielzüge sie nutzen möchten. Was will ich alles machen, habe ich passende Agendakarten, ausreichend Ressourcen, wie viele meiner Flotten setze ich ein und welche Sektoren baue ich aus? Die vielen unterschiedlichen Häuser und Szenarien erlauben großartige Strategien und taktische Überlegungen und bieten dadurch eine sehr hohe Wiederspielbarkeit.


Mir hat Voidfall ausgesprochen gut gefallen und ich vermute, dass es viele Spieler gibt für die Voidfall das persönliche Highlight des Jahres werden könnte.

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