• Tim Nau

Coffee Roaster - dlp games

Coffee Roaster – Kreiere die beste Tasse Kaffee

Coffee Roaster, das neue Solo-Spiel von dlp games liegt auf dem Tisch.



Ein Blick in die Spieleschachtel

Zunächst einmal muss ich sagen, dass schon die Box eine echte Augenweide ist. Sie sieht aus wie ein Pfund Kaffee und somit stellt sich bereits vor dem Spielen schon einmal eine passende Atmosphäre ein. Den kompletten Inhalt bzw. all das, was nicht sprachneutral ist, bekommen wir in deutscher und englischer Sprache serviert.


Die gesamte Aufmachung ist wunderschön. Die einzelnen Kaffeekarten befinden sich in einer tollen Verpackung. Auf der Vorderseite sind die Punkte abgedruckt und auf der Rückseite findet man Informationen über die jeweilige Region.


Das Spiel verfügt über ein Plastikinlay, in welches man die einzelnen Marker perfekt einsortieren kann. Nun werden bestimmt viele sagen, dass es nicht wirklich vorteilhaft ist, da es zahlreiche Spieler gibt, die die Schachtel hochkant in den Schrank stellen und dann nützt das Inlay nichts. In diesem Fall muss man dann tatsächlich zu Zippbeutel oder sonst was greifen, da die Plättchen sonst wild durch die Schachtel fallen. Ich finde es genial.



Insgesamt steckt hier ganz viel Liebe im Detail, was auch noch einmal durch einen weiteren Zettel deutlich wird, der euch Informationen über die Kaffeepflanze gibt sowie darlegt, was einen einmaligen Röststil ausmacht und den Weg von der Kaffeebohne zur gerösteten Bohne aufzeigt.

Das Spielsystem

„Coffee Roaster“ ist ein reines Solo-Spiel und eine Mischung aus Glück gepaart mit taktischen Möglichkeiten.


Zunächst wählt man sich eine Kaffeesorte. Auf die unterschiedlichen Röstgruppen und Varianten gehe ich später gesondert ein.


Auf der gewählten Karte sind die Plättchen abgedruckt, die in den Beutel gelegt werden. Des Weiteren befindet sich im unteren Bereich noch die Wertungstabelle - nach diesem schnellen Aufbau kann der Spaß bzw. das Rösten dann auch schon beginnen.



Eure Startposition richtet sich nach der Anzahl an Wasser-Markern, die ihr zu Beginn des Spiels in den Beutel tut. Nun habt ihr, je nach Anzahl, zwischen 6 und 9 Runden Zeit, die Röstrunde zu durchlaufen – ihr dürft nach jeder Runde entscheiden ob ihr noch einmal eine Röstrunde durchlaufen wollt oder in die Tassenprobe geht, die den Abschluss des Spiels darstellt.


In der Röstphase erledigt ihr mehrere Schritte, von denen einige auch optional sind. Zunächst erhöht ihr, mit Ausnahme der ersten Runde, die Temperatur. Erreicht ihr die Felder mit den Rauchplättchen, fügt ihr dieses vor dem Ziehen dem Beutel hinzu. Nun zieht ihr die entsprechende Anzahl Plättchen und legt eventuell gezogenes Wasser beiseite. Dies gefällt mir sehr gut, da es das Verdampfen darstellen soll.


Anhand der gezogenen Plättchen entscheidet ihr

nun, ob ihr gezogene Geschmacksplättchen auf dem Spielbrett platzieren möchtet oder den Joker freispielen möchtet. Der Joker ist ein Geschmacksplättchen, welches als beliebiges Geschmacksplättchen Verwendung finden kann und erfordert die Abgabe einer Einser- und Zweierbohne.


Zunächst sind die Soforteffekte und anschließend die Geschmackseffekte zu nutzen. Dies verleiht dem Spiel eine sehr angenehme Tiefe.


Möchtet ihr keine Effekte nutzen, so erhöht ihr den Röstgrad der gezogenen Bohnen und legt die Plättchen anschießend in den Beutel.


Die Soforteffekte

Soforteffekte, die ihr sofort durch Abgabe des entsprechenden Geschmacksplättchens nutzen könnt. Hier könnt ihr zum Beispiel 2 zusätzliche Plättchen aus dem Beutel ziehen, 2 Plättchen in den Beutel legen und anschließend 2 neue Plättchen ziehen oder von den gezogenen Plättchen alle verkohlten Bohnen, alle Rauchplättchen und alle Fehlbohnen aus dem Spiel entfernen.


Die Tasseneffekte

Auf der rechten Seite befinden sich die Tasseneffekte, die immer die Abgabe von 2 Geschmacksplättchen erfordern. Der Tasseneffekt kommt erst während der Tassenprobe zur Entfaltung. Den Geschmackseffekt hingegen könnt ihr sofort nutzen. Geschmackseffekte sind die Konzentration (2 Bohnenplättchen werden zu einer Bohne verbunden), die Konservierung (2 Bohnenplättchen kommen ungeröstet in den Beutel zurück) oder die Spaltung (1 Bohnenplättchen spaltet sich in 2 Bohnenplättchen mit niedrigeren Röstgrad auf). Die Nutzung dieser Effekte ist sehr wichtig, denn gerade in den Spielrunden in denen die Rauchplättchen in das Spiel kommen steigt der Röstgrad um 2 Punkte und ehe man sich versieht, hat man zahlreiche verkohlte Bohnen.


Die Tasseneffekte sind von großer Bedeutung für die Tassenprobe. Nach Abgabe des zweiten Geschmacksplättchens nehmt ihr euch das entsprechende platziert es auf der Tasse bzw. bei Freischaltung der Pappschale platziert ihr diese auf dem Spielbrett und schaltet damit die zweite Pappschale frei, in die ihr im Rahmen der Tassenrprobe Plättchen legen könnt, die ihr nicht für die Wertung nutzen möchtet. Die weiteren Effekte sind die Zusatzbohne (zählt als dreierbohne. Die Süße (zählt als Effekt Süße, der gelegentlich gefordert wird bzw. als ein beliebiges Geschmacksplättchen) sowie die Auswahl (in der entsprechenden Reihe dürft ihr zwei Plättchen ziehen und euch für eins entscheiden).


Die Tasseneffekte sind besonderen Effekten, deren Freischaltung sich lohnt. Ich habe zumindest immer versucht die Auswahl freizuschalten. Es gilt natürlich abzuwägen, da in jeder Runde nur eine sehr begrenzte Anzahl an Geschmacksplättchen im Beutel ist und ihr diese ja auch benötigt, um die Geschmackspunkte zu erhalten.


Hier gilt es, seine eigene Strategie zu finden. Ich habe Partien gespielt, in denen ich auf Soforteffekte gegangen bin und dann lediglich noch versucht habe, die Auswahl freizuschalten. Generell habe ich allerdings die Soforteffekte eher selten genutzt, sondern bin auf die Tasseneffekte gegangen, um auch noch die Geschmackseffekte zu nutzen.


Unterschiedliche Schwierigkeitsgrade und

Meisterröstungen

Satte 22 unterschiedliche Kaffeesorten liegen dem Spiel bei. Diese sind in 3 Röstgradgruppen unterteilt, die sich wiederum in die Schwierigkeitsgrade Anfänger, Könner und Experte unterscheiden. Die Anleitung gibt euch eine Empfehlung, wie denn zu spielen ist. Am Ende von drei Partien ermittelt ihr euer Gesamtergebnis und könnt anhand einer Tabelle den erworbenen Rang ablesen. Der Schwierigkeitsgrad Experte ist eine Meisterröstung und diese „darf“ man erst spielen, wenn man mindestens den Grad „Mittelklasse Röster“.


Des Weiteren weist das Spielbrett noch zwei Seiten auf. Auf der einfacheren Seite stehen euch in den Pappschälchen mehr Plätze zur Verfügung und dies erleichtert die Tassenrpobe.


Es ist viel zu tun und der Spielspaß und Langzeitmotivation ist garantiert.

Röstzähler als optionale Möglichkeit

Der Röstzähler kann bedient werden, muss es aber nicht. Für jede Steigerung des Röstgrads bewegt ihr den Zähler einfach einen Schritt weiter. Dieser bietet einen guten Anhalt um zu erkennen, um wieviel „Punkte“ man seine Bohnen bereits gesteigert hat.

Ich selbst verwende den Röstzähler nur gelegentlich. Ich lege allerdings die Plättchen nicht zurück in die Schachtel sondern neben das Spielbrett.



Fazit

„Coffee Roaster“ hat bei mir voll ins Schwarze getroffen und sich ganz nach oben in meine persönliche Solo-Liste gespielt. Mich überzeugt hier die klasse Mischung aus Glücks- und Taktikkomponenten, die komplett aufgeht.


„Nutze ich jetzt einen Soforteffekt oder bewahre ich mir das Geschmacksplättchen lieber für die Tasseneffekte auf? Mh, es gilt ja auch noch die Geschmackspunkte zu bedenken.“


„Spiele ich noch eine Röstrunde oder gehe ich lieber in die Tassenrpobe über?“


Nur zwei Fragen, die man sich im Verlaufe der Partie stellen wird. Dazu gesellt sich dann natürlich auch noch das Glück beim Ziehen. Doch auch diesem kann man im Rahmen der Tassenprobe noch ein wenig auf die Sprünge helfen denn es gibt ja mindestens die eine zur Verfügung stehende Pappschale und die freispielbare Pappschale.


Mit einer Spielzeit von 10 bis 25 Minuten kann „Coffee Roaster jederzeit eingeschoben werden und bietet durch die zahlreichen verschiedenen Kaffeesorten und Schwierigkeitsstufe fast unendlichen Spielspaß.


„Coffee Roaster“ erhält eine klare Empfehlung und ich werde das Spiel noch oft auf meinen Tisch bringen.

GAMING WOLVES

Hallo zusammen.

Wir sind Nina und Tim und gemeinsam sind wir die Gaming Wolves.

In unserem Blog rezensieren wir aktuelle aber auch ältere Spiele, schreiben Kolumnen und Berichten über News aus der Welt der Brettspiele. Wir hoffen, dass wir euch mit unseren Artikeln eine schöne Auszeit geben können und diese für euch als Entscheidungsfindung dienen werden.

Wenn ihr Fragen, Wünsche, Anregungen oder Kritik habt, dann kontaktiert uns gerne.

Und nun wünschen wir euch viel Spaß!

Eure Gaming Wolves

Nina & Tim

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