• Tim Nau

Coffee Traders - Capstone Games

Coffee Traders

„Coffee Traders“, bei Capstone Games erschienen, ist ein Strategiespiel mit Area-Control-Elementen für 2 bis 5 Spieler ab 12 Jahren von André Spiel und Rolf Sagel. Nun erscheint das Expertenspiel bei Skellig Games komplett auf Deutsch.

Wir befinden uns in den 1970er Jahren. Tagtäglich schuften die Bauern für wenig Geld. Fairtrade-Organisationen bemühen sich, die Lebensbedingungen der Bauern zu verbessern.


Ein Blick in die Spieleschachtel

Materialtechnisch ist Coffee Traders ein echtes Schwergewicht und die Materialqualität herausragend. Pakt man das Spiel aus, dann fallen einem erst einmal das riesige Spielbrett und die riesigen Playerboards auf. Dafür braucht es ordentlich Platz auf dem Tisch. Aufgebaut ergibt sich mit dem ganzen Material dann auch eine herrliche Tischpräsenz. Sämtliches Holzmaterial hat eine erstklassige Qualität und sieht toll aus. Man schaue sich nur die Katzen oder die Esel an. Dazu kommen noch die Metallmünzen, die einfach schön sind. Ein weiteres Highlight sind auch die Bohnen, die als Marker für die Coffee Bars fungieren.


Für so einen Brocken bedarf es einer sehr ordentlichen Anleitung. Hier muss man großes Lob zollen denn es ist gelungen, eine sehr gut strukturierte und vor allem verständliche Anleitung zu schreiben, welche den Einstieg ins Spiel enorm erleichtert. Insbesondere die zahlreichen Beispiele tragen gut zum Verständnis bei. Dennoch empfiehlt es sich, als zusätzliche Unterstützung, ein YouTube-Video zum Spiel anzuschauen.


Das Spielsystem

Aufgrund der Komplexität des Spiels kann hier nicht auf jede Aktion eingegangen werden. Ich werde versuchen, euch einen umfassenden Überblick über das gesamte Spiel und das Spielgeschehen zu geben damit ihr entscheiden könnt, ob Coffee Traders etwas für euch und eure Gruppe ist.

Zunächst einmal muss man ausreichend Zeit für das Regelstudium einplanen. Ich selbst habe mir das Spiel in Verbindung aus Anleitung und einem englischsprachigen Video beigebracht.


Die Regelerklärung an die Mitspieler dauert dann auch noch einmal eine gute halbe Stunde und anschließend braucht man Zeit am Abend, da das Spiel diesen komplett füllt und außerdem noch Platz auf dem Spieltisch. Sind die Voraussetzungen erfüllt, steht einem tollen Erlebnis nichts mehr im Wege.


Der Spielaufbau benötigt, zumindest dann wenn man ihn schon einmal gemacht hat, erstaunlich wenig Zeit.


Bevor wir uns einen Überblick über die einzelnen Aktionen verschaffen, möchte ich ein paar grundlegende Dinge ansprechen. Schauen wir uns dazu zunächst das überdimensional große Spielbrett und seine zahlreichen Möglichkeiten an, um Siegpunkte zu erhalten.


Links auf dem Spielbrett findet ihr die 6 Coffee Bars, an die ihr euren produzierten Kaffee liefern könnt. Neben Siegpunkten erhaltet ihr hier als Belohnung auch noch Geld. Darunter werden die 3 Meilenstein-Karten platziert. Hier gilt es unterschiedliche Anforderungen zu erfüllen. Je früher ihr die Anforderung erfüllt, desto mehr Punkte erhaltet ihr. So gilt es, zum Beispiel, in 2 Kooperativen mindestens 8 Qualitätspunkte zu erzielen, alle 6 eigenen Verträge zu erfüllen oder an jede der 6 Coffee Bars mindestens 2 Bohnen geliefert zu haben.


Rechts am Spielbrettrand seht ihr den Arabica-Track. Auf diesem Track könnt ihr euren Marker durch unterschiedliche Aktionen nach vorne bewegen und dadurch Belohnungen erhalten.

Den Hauptteil des Spielbretts nehmen die 6 Kooperativen ein. Bis auf die Sumatra-Kooperative, auf die ich gleich ganz kurz gesondert eingehe, gleichen diese sich. In den Kooperativen platziert ihr eure Plantagen, die Gebäude, die Esel, die Trucks und natürlich werden auch Arbeiter zum Ernten der Bohnen benötigt, die auf den Plantagen eingesetzt werden müssen.


Grundsätzlich müsst ihr folgendes beachten: In der ersten Reihe dürfen nur Plantagen mit der 1 platziert werden. In der zweiten Reihe Plantagen mit der 1 oder 2 und in der dritten Reihe Plantagen mit 2 oder 3. Wenn ihr noch über keine Plantage in der Kooperative verfügt, müsst ihr mit einer 1er-Plantage in der ersten Reihe beginnen und auch einen Arbeiter aus eurem Worker-Pool in das Dorfzentrum verschieben. Nun müsst ihr euch folgendes System merken und dann habt ihr die Grundregel auch schon verstanden. Eine Plantage in der ersten Reihe kann eine Plantage in der zweiten und eine Plantage in der dritten Reihe unterstützen. Die Plantagen in der ersten und zweiten Reihe müssen über einen Esel miteinander verbunden sein. Zur Platzierung einer Plantage in der dritten Reihe habt ihr zwei Möglichkeiten. Entweder ihr stellt eine Verbindung zu einer Plantage in der zweiten Reihe her, wofür dieses Mal 2 Esel benötigt werden, oder ihr nutzt einen Truck. Nutzt ihr diesen, müsst ihr auch nicht über eine Plantage in der zweiten Reihe verfügen. An einen Truck gelangt ihr allerdings nicht so einfach. Ich selbst habe erst in einer Partie einen Truck genutzt und ansonsten immer eine Verbindung zur zweiten Reihe hergestellt.


Die restlichen Symbole in jeder Kooperative sind Baufelder für unterschiedliche Gebäude. Es stehen euch Farmen, Fabriken, Fairtrade-Posten und ein Krankenhaus zur Verfügung. Bis auf den Fairtrade-Posten, der euch bei der Ente eine zusätzliche Bohne der entsprechenden Kooperative bringt, bedeuten Gebäude Qualitätspunkte. Wer die meisten Qualitätspunkte in einer Kooperative erreicht, bekommt auch die Masse an Siegpunkten. Hierauf gilt es besonderes Augenmerk zu legen.


In der Sumatatra-Kooperative platziert ihr die Schleichkatzen, die euch dann den besonderen Kopi Luwak Kaffee bringen. Plantagen oder Gebäude bauen, könnt ihr hier nicht.


Eine weitere Besonderheit in diesem Spiel ist der Bonusvorrat. Grundsätzlich müsst ihr zwischen eurem Company-Supply (das ist das, was euch zur Verfügung steht), eurem allgemeinen Vorrat (das ist einfach euer Vorrat) und dem Bonus-Supply unterscheiden. In eurem Bonus-Supply verfügt ihr über einen Aktions-Cube, einen Händler und 3 Münzen. In jeder Runde könnt ihr 2 der 3 Dinge nutzen. Wichtig ist nur, dass ihr das Geld komplett nehmen müsst und es am Ende der Runde zurückzahlen müsst. Für jede fehlende Münze am Rundenende müsst ihr ihr euch einen -3-Punkte-Marker nehmen. Versucht diesen unnötigen Punkteverlust unbedingt zu vermeiden


Grundsätzlich wird das Spiel über drei Runden (1970, 1975 und 1980) gespielt und in jeder Runde durchlauft ihr 6 Phasen, welche ich euch nun ein wenig darlegen möchte. Hierzu eignet sich klasse das herausragende und überdimensional große Spielertableau.


Phase 1 ist die Work-Phase. Hier stehen euch 4 unterschiedliche Möglichkeiten zur Verfügung. So könnt ihr eine Plantage platzieren (die Reihe dürft ihr frei wählen, müsst aus der Reihe aber die erste Plantage nehmen), Arbeiter auf Plantagen entsenden, einen Esel züchten oder euch Einkommen nehmen. Über das Platzieren der Plantagen haben wir ja bereits gesprochen. Wichtig hierbei ist es noch, dass sich in zwei der drei Reihen noch eine Farm am Ende der Reihe befindet. Diese Farm könnt ihr bauen, sobald ihr das letzte Gebäude der korrespondierenden Reihe gebaut habt. Beachtet, dass ihr das Gebäude sofort im Anschluss an die Plantage bauen müsst, da es ansonsten verfällt. Plant daher die zu zahlende Münze ein. Verzichtet ihr auf diesen Bau, geht euch ein wichtiger Punkt in der Kooperative verloren.


Ohne Arbeiter produzieren Plantagen keinen Kaffee. Entscheidet ihr euch Arbeiter auf die Plantagen zu schicken, so platziert ihr auf einer Plantage eines jeden Spielers einen Arbeiter aus dem Dorfzentrum. Platziert ihr mindestens einen Arbeiter auf einer gegnerischen Plantage, so werdet ihr mit einem Schritt auf der korrespondierenden Leiste des Arabica-Track belohnt.


Züchtet ihr einen Esel, so nehmt ihr diesen einfach aus dem allgemeinen Vorrat und platziert ihn sofort auf dem Spielbrett.


Entscheidet ihr euch für das Einkommen nehmt ihr euch entweder 2 Münzen oder setzt eine Schleichkatze nach Sumatra. Ihr werdet diese Aktion öfter nutzen müssen.


In der zweiten Spielphase nutzt ihr eure Arbeiter aus dem Worker-Pool. Ihr platziert auf jeder unbesetzten Plantage von euch einen Arbeiter. Dies könnt ihr alle parallel machen. Stehen anschließend noch Arbeiter zur Verfügung, so dürft ihr diese auf gegnerische Plantagen stellen und erhaltet als Belohnung wieder einen Schritt auf dem Arabica-Track. Habt ihr jetzt noch unbesetzte Plantagen, müsst ihr eine Strafe bezahlen. Könnt ihr dies nicht, wird die Plantage entfernt.


Phase 3 ist die Trader & Contractor Phase. In dieser Phase könnt ihr entweder Gebäude bauen oder einen Händler auf das erste Feld eines unbesetzten Kaffeehauses stellen. Die Durchführung einer Aktion kostet euch 2 Münzen und ihr benötigt eine Figur.


Starten wir mit dem Einsatz der Figur als Händler. Hier nehmt ihr einen Händler, stellt diesen auf das erste Feld eines Handelshauses, nehmt euch den zugehörigen Lagermarker und platziert diesen auf das passende Feld in eurem Lager. Anschließend können alle Spieler eine Huckepack-Aktion durchführen. Reihum entscheidet nun jeder Spieler ob er gratis einen Händler auf das nächste freie Feld stellen möchte oder ob er passen möchte. Wie viele Felder zur Verfügung stehen ist abhängig von der Spielerzahl. Zusätzlich liegt im Handelshaus noch eine Münze. Wenn nur ein Spieler passt, erhält dieser die Münze. Passen hingegen mehrere Spieler, so gehen alle leer aus. Wie alle Aktionen will diese gut überlegt sein, denn neben dem Fairtrade-Posten ist der Händler die einzige Möglichkeit, um Kaffee in der entsprechenden Kooperative zu erhalten.


Wollt ihr hingegen ein Gebäude bauen, nehmt ihr ein Gebäude und platziert es auf einem passenden Feld des Spielbretts. Achtung, denn die möglichen Felder sind limitiert. Je eher man ein Gebäude baut, desto größer sind die Chancen noch ein Feld mit einem Bonus zu ergattern. Einziger Ausnahmefall ist das Lagergebäude, welches ihr in eurem Lager platziert. Anschließend müsst ihr eine Figur auf das nun leer gewordene Gebäudefeld stellen. Vergesst nicht, euch den Bonus für den Bau zu nehmen. Auch hier folgt nun die Huckepack-Aktion. Um diese durchzuführen müssen die Spieler aber einen beliebigen Kaffee an den Spieler abgeben, der die Aktion initiiert hat. Wichtig ist es, dass das Gebäude im gleichen Gebiet gebaut werden muss. Eine Besonderheit gibt es noch beim Krankenhaus. Dieses kann, einzige Ausnahme ist der Bau als Bonus durch Erfüllung des entsprechenden eigenen Vertrags, erst gebaut werden, wenn man alle Fabrikgebäude oder Fairtrade-Posten gebaut hat.


In der vierten Spielphase geht es dann ans Ernten. Die Ernte führt ihr, nacheinander, in allen Kooperativen durch.


Je nach Spieleranzahl produziert jede Plantage nun eine bestimmte Menge Kaffee (z. B. 3 Kaffee in einem Spiel mit 3 Personen). Diese Kaffeemenge wird nun an die berechtigten Spieler verteilt, die den entsprechenden Cube einfach um die Anzahl an erhaltenen Kaffee nach unten schieben.


So erhält jeder Spieler mit einem Fairtrade-Posten einen Kaffee und der Spieler mit dem ersten Händler im Handelshaus ebenfalls. Die Verteilung des nun noch übrigen Kaffees erfolgt rotationsmäßig an die Spieler, die einen Händler im Handelshaus haben. Es wird mit dem ersten Händler begonnen und dann einfach weitergegangen. Dies führt ihr maximal 5-mal durch – überschüssiger Kaffee verfällt. Achtet nach der Verteilung in allen Kooperativen auf euren Schwellenwert im Lager. Erreicht ihr diesen nämlich bei jedem Kaffee, werdet ihr mit einer Schleichkatze belohnt, die ihr direkt in der Sumatra-Kooperative einsetzen dürft.


Der letzte Schritt ist die Verteilung des besonderen Kopi Luwak Kaffees. Für jede Schleichkatze in der Sumatra-Kooperative erhält der Besitzer einen Kopi Luwak. Die Katze kommt anschließend wieder in den eigenen allgemeinen Vorrat.


Phase 5 ist die Verkaufsphase. Diese wird in umgekehrter Spielerreihenfolge durchgeführt. Der Spieler am Zug kann nun entweder einen eigenen Vertrag erfüllen, an Cafés liefern oder passen. Passt ein Spieler, wird sein Reihenfolgen-Marker auf das erste freie Feld in der unteren Reihe gesetzt. Dadurch verändert sich die Spielerreihenfolge in der nächsten Runde.


Wollt ihr einen Vertrag erfüllen, so reduziert ihr euer Lager einfach um die geforderte Menge, legt den Vertrag neben euer Tableau und nehmt euch eure Belohnung.


Alternativ könnt ihr auch 2 Cafés beliefern oder einmal liefern und anschließend passen. Ihr wählt einfach ein beliebiges unbesetztes Feld, reduziert euren Kaffeevorrat um die entsprechende Menge, platziert eine Bohne und heimst die Belohnung ein.


Nun erfolgt das Auffrischen. Ihr nehmt eure Händler/Unternehmer und eure Aktions-Marker zurück, könnt noch euer Lager umsortieren, erhaltet für jeden Lagermarker den entsprechenden Kaffee (hier gilt die Grenze der Lagerkapazität dann nicht mehr), füllt den Bonusvorrat auf und schiebt die Reihenfolge-Marker in die obere Zeile.


Anschließend startet auch schon die nächste Runde.


Nach drei Runden endet das Spiel und es erfolgt die Schlusswertung. Nutzt für diese am besten den klasse Wertungsblock, da es für zahlreiche Dinge Siegpunkte gibt und ihr so den Überblick behaltet. Beachtet, dass bei der Ermittlung der Qualitätswerte eure Gebäude nur zählen, wenn ihr in der entsprechenden Kooperative mindestens eine Plantage habt.


Die optimale Spielerzahl

Konzipiert ist das Spiel für 3 bis 5. Es gibt aber auch eine Variante für 2 Personen, auf die ich gleich gesondert eingehe.


Ich habe das Spiel mit 3 und 4 Spielern gespielt und das funktioniert super. Aufgrund der Area-Control-Elemente mit 4 Spielern noch ein wenig besser. Die Spieldauer hier liegt immer bei ca. 3 bis 4 Stunden. Natürlich kommt es darauf an, wie regelkundig die Teilnehmer sind.


Mit 5 Personen habe ich das Spiel noch nicht gespielt und muss aber sagen, dass ich dieses auch nicht tun werde und auch nicht tun möchte, weil mir die Spieldauer dann einfach zu lang werden würde. Aus der Erfahrung mit 2 bis 4 Spielern würde ich tippen, dass man dann gut und gerne viereinhalb Stunden mit dem Spiel beschäftigt ist. Und das auch nur, wenn allen die Regeln komplett geläufig sind. Mit Sicherheit gibt es aber auch viele Gruppen, denen das Spaß macht und diese bekommen dann ein tolles Erlebnis geboten.


Im Gegensatz zu einigen anderen Meinungen finde ich, dass das Spiel zu zweit wirklich gut funktioniert und vor allem auch großen Spaß macht. Bewusst muss man sich natürlich sein das es, aufgrund der Area-Control-Elemente, als Spiel mit mindestens 3 Personen gedacht ist. Den Part des „dritten Mitspielers“ übernimmt hier André. Ich hatte zunächst Bedenken da ich dachte, dass seine Züge super kompliziert sind und das ganze Spiel dann einfach keinen Spaß macht. Ein komplizierter Ghostspieler ist für mich persönlich nämlich immer ein absoluter Spielspaß-Killer. Zum Glück bin ich aber eines Besseren belehrt worden. Seine Züge sind nämlich super einfach und vor allem schnell erledigt. Diese richten sich immer nach den Symboliken auf dem gerade obenliegenden Vertrag. In der Work-Phase platziert er immer 2 Plantagen und schickt zweimal Arbeiter auf Plantagen. Auch beteiligt er sich bei den Kaffeehäusern und liefert Kaffee an die Coffee Bars.


Auch für eine Partie mit 2 Personen müsst ihr mindestens 2 Stunden einplanen.


Fazit

Kaffee – die einen trinken diesen um wach zu werden, für andere ist das „schwarze Gold“ ein Stück Lebensqualität und für andere wiederum einfach Plörre. In Coffee Traders dreht sich jedenfalls alles um dieses Getränk und wir sind mittendrin statt nur dabei.


Zunächst einmal muss einem klar sein, dass es sich bei diesem Spiel um ein echtes Expertenspiel handelt, in welches man sich einarbeiten muss und welches man nicht mal eben schnell wegspielen kann – auf Coffee Traders muss man sich einlassen und Zeit einplanen.


Nach der Regelerklärung, die man am besten mit der Hilfe des Tableaus macht, spielt sich das Spiel aber schon ab der ersten Partie angenehm flüssig. Natürlich werdet ihr hier erst einmal von der Fülle an Möglichkeiten erschlagen, denn in Coffee Traders gibt es zahlreiche Möglichkeiten, um Siegpunkte zu sammeln und dass macht das Spiel wirklich stark. Natürlich gibt es Dinge, die man zwanghaft immer machen muss. Hierzu gehört natürlich der Bau von Plantagen. Doch eure eigene Spieltaktik könnt ihr aufgrund des Spielverlaufs immer wieder anpassen. So könnt ihr euch, zum Beispiel, auf die Erfüllung eurer Verträge konzentrieren oder aber vorzugsweise die Coffee-Bars beliefern. Klar muss einem sein, dass man in diesem Spiel einfach nicht alles machen kann.


Grübelt in der ersten Partie einfach nicht so viel und spielt einfach. Es wird sich sehr schnell ein Bild entwickeln und ihr werdet eure Strategie finden und eure Optionen erkennen. Unterstützt werdet ihr dabei von der erstklassigen Ikonographie, die fast selbsterklärend ist.


Coffee Traders lebt auch von der Interaktion, die ihr an allen Ecken und Enden findet. Gerade bei den Kooperativen müsst ihr immer auf die Züge eurer Gegenspieler achten, um nicht die wertvollen Punkte bei der Wertung der Kooperativen zu verlieren.

Wenn ich überhaupt etwas kritisieren kann, dann ist es diese Counter-Leiste. Aus meiner Sicht verkompliziert diese das Spiel sogar nur und macht es nicht stärker. Hätte man diese zwei Zentimeter am Spielertableau einfach weggelassen, wäre es auch gut gewesen. Irgendwie ging es aber immer allen in meinen Runden so. Die Leiste ist einfach nebenbei gelaufen, ohne dass man sich drauf konzentriert hat. Aber das ist Jammern auf sehr hohem Niveau.


Insgesamt ist Coffee Traders ein erstklassiges Spiel und hat einen festen Platz in meiner Sammlung sicher.


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