• Tim Nau

Copenhagen Roll&Write - Queen Games

Copenhagen – Die Roll&Write Version des großen Bruders

Roll&Write Spiele sind voll im Trend und so lag nun auch die Version von „Copenhagen“ einige Male auf unserem Spieletisch. Das Spiel ist aus dem Hause Queen Games und für 2 bis 4 Spieler geeignet.


Ein Blick in die Spieleschachtel

Im Gegensatz zu vielen anderen Roll&Write Spielen befinden sich hier in der Packung zwei Blöcke – der Spielerblock, von dem jeder Spieler in einem Spiel ein Blatt bekommt und der Fassadenblock. Von diesem wird ein Blatt je Spiel in die Mitte gelegt. Des Weiteren finden wir noch 5 Würfel und eine Anleitung vor.



Das Spielsystem

Wer das Spiel „Copenhagen“ kennt, der wird sich sofort wie zu Hause fühlen.

Der Spieler am Zug würfelt die 5 Würfel und wählt anhand der Anzahl der Würfel mit gleicher Farbe eine für ihn passende Fassadenform. Natürlich dürfen auch Formen gewählt werden, die weniger Würfel zum Bau benötigen. Nach dem Würfeln und vor dem Einzeichnen der Fassade dürfen nun noch die Spezialfähigkeiten (ich komme in einem gesonderten Absatz dazu) eingesetzt werden, um ein „besseres“ Ergebnis zu erzielen.


Der Clou bei der Fassadenwahl ist, dass nicht alle Formen unendlich oft zur Verfügung stehen. Lediglich die Formen mit den Werten 2 und 3 sind unendlich verfügbar. Die Fassendenformen, die 4 und 5 Würfel benötigen, sind endlich. Im Spiel zu zweit ist jede Form nur einmal und im Spiel mit 3 oder 4 Spielern ist jede Form dreimal vorhanden. Hier gilt es folglich schnell zu sein, damit einem nicht ein Mitspieler die so dringend benötigte Form buchstäblich vor der Nase wegschnappt.


Diese Form darf dann beliebig gedreht werden und wird anschließend, in guter alter Tetris-Manier, auf seinem Block eingezeichnet. Jetzt gilt es zu überlegen, denn nach dem Einzeichnen ist ein Feld der Form mit einem X und alle anderen mit einem O zu markieren. Dies ist elementar für die Punktevergabe, da es für Reihen bzw. Spalten, die nur mit O markiert sind, die doppelte Punktzahl gibt. Hier ist ein wenig Grübelarbeit nötig, um das bestmögliche Ergebnis zu erreichen. Nach Komplettierung einer Reihe oder Spalte die mit einem Wappen gekennzeichnet ist, gibt es noch einen Bonus, der nicht zu verachten ist. So darf man nämlich entweder ein Kästchen mit einem O markieren oder zwei Kästchen auf einer Fähigkeitsleiste markieren – die Qual der Wahl.



Nun dürfen sich die weiteren Mitspieler einen nicht genutzten Würfel auswählen und die Farbe auf der entsprechenden Fähigkeitsleiste eintragen. Anschließend ist auch schon der nächste Spieler am Zug.


Das Spiel endet nach der Runde, in der es einem Spieler gelungen ist, 12 oder mehr Punkte zu erreichen. Hier ist Vorsicht geboten, da die Mitspieler nachziehen können. Bei uns endete das Spiel bei 2 Spielern meistens nach 15 bis 20 Minuten. Mit 3 oder 4 Spielern verlängert sich die Spieldauer auf ca. eine halbe Stunde.


Die Sonderaktion als taktisches und auch wesentliches Spielelement

5 unterschiedliche Fähigkeiten stehen jedem Spieler zur Verfügung. Diese sind auf dem Spielerblock durch ein Stern gekennzeichnet. Jeder Farbe ist eine spezielle Fähigkeit zugeordnet und für deren Freischaltung ist ein Vorankommen auf der entsprechenden Fähigkeitsleiste nötig. Diese Fähigkeiten bringen ordentlich Salz in die Suppe und sorgen für die taktische Note des ansonsten eher doch recht glückslastigen Spiels.


Mehrere freigeschaltete Fähigkeiten können

kombiniert werden.


Folgende Fähigkeiten gibt es:

Erneut würfeln: Eine beliebige Anzahl an Würfeln darf erneut geworfen werden.

Erneut wählen: Eine auf dem Fassadenblock durchgestrichene Fassade darf erneut gewählt werden.

Farbwechsel: Eine beliebige Anzahl Würfeln mit gleicher Farbe dürfen auf eine andere Farbseite gedreht werden.

Kein X: Kein Feld der gewählten Form muss mit einem X gekennzeichnet werden.

Ein X: Ein noch unmarkiertes Feld darf mit einem X markiert werden.


Neben den Fähigkeiten gibt es in jeder Farbreihe noch Bonusfelder. Mit Hilfe dieses Feldes kann man sein eigenes Würfelergebnis um 1 erhöhen.


Geschicktes Kombinieren der einzelnen Fähigkeiten ist der entscheidende Schlüssel, um das Spiel zu gewinnen. Spart euch eure Fähigkeiten nicht auf, denn dann ist ein Gegenspieler schneller.


Fazit

Ich möchte und werde hier keinen Vergleich zum Brettspiel ziehen, da ein Roll&Write Spiel eine ganz andere Zielrichtung verfolgt. Was wir dargeboten bekommen ist eine gute Umsetzung eines schönen Brettspiels in einer Roll&Write Version, die Spaß macht.


Erfahrungsgemäß fallen Roll&Write Versionen immer deutlich glückslastiger aus. Dies ist durch das Würfeln hier der Fall und man ist nun einmal der gewürfelten Farbe „ausgeliefert“. Ein wenig Taktik kommt durch die Sonderaktionen ins Spiel.


Für uns ist es ein Spiel, welches wir immer in den Urlaub mitnehmen oder welches man, aufgrund der geringen Spieldauer und ohne Aufbauzeit, schnell kurz vor dem Schlafengehen spielen kann.

GAMING WOLVES

Hallo zusammen.

Wir sind Nina und Tim und gemeinsam sind wir die Gaming Wolves.

In unserem Blog rezensieren wir aktuelle aber auch ältere Spiele, schreiben Kolumnen und Berichten über News aus der Welt der Brettspiele. Wir hoffen, dass wir euch mit unseren Artikeln eine schöne Auszeit geben können und diese für euch als Entscheidungsfindung dienen werden.

Wenn ihr Fragen, Wünsche, Anregungen oder Kritik habt, dann kontaktiert uns gerne.

Und nun wünschen wir euch viel Spaß!

Eure Gaming Wolves

Nina & Tim

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