top of page
Titelbild_new.jpg

Octocube - Sit Down! Games

  • Tim Nau
  • vor 2 Tagen
  • 5 Min. Lesezeit

Octocube – Krakenspaß für die ganze Familie

„Octocube“, von Sit Down! Games und im Vertrieb von Huch, ist ein Set-Collection-Spiel für 2 bis 4 Spieler von Karl Lange.

 


Als Krake bewegen wir uns im Meer und möchten mehr Schätze sammeln als unsere Gegenspieler.

 

Meinung

Octocube ist ein Set-Collection-Spiel für die ganze Familie mit einem besonderen Kniff.

 

Wir spielen einen Kraken, der durch einen Würfel symbolisiert wird und mit dem wir uns durch das Meer bewegen und Schätze sammeln wollen. Der Kniff ist nun, dass die Seiten unseres Würfels magnetisch sind und die Schätze dadurch an den Würfelseiten haften, wenn wir den Würfel auf diese bewegen. Doch eben immer nur ein Schatz.

 

Die Illustration auf der Spieleschachtel ist schon der erste Hingucker und wenn man dann die Schachtel öffnet, erwartet uns wundervolles Spielmaterial. Highlight sind natürlich die oben beschriebenen Würfel, die auch noch echt groß sind. Des Weiteren gibt es noch viel Pappmaterial.

 


Kleinere Abstriche muss man bei der Spielanleitung machen, die sich ein wenig sperrig liest. Aufkommende Fragen klären sich dann aber im Verlaufe der ersten Partie.

 

Auch der Aufbau ist ein wenig nervig und dauert ein wenig, da ihr Stapel bilden müsst, die gelegentlich auch einmal umkippen. Aber es heißt ja, dass vor dem Spaß erst die Arbeit kommt.

 

Das Spielsystem

Einmal mit den Regeln vertraut spielt sich das Spiel super flüssig und eignet sich perfekt für die ganze Familie. Es gibt auch einen Modus speziell für jüngere Kinder, den ich euch am Ende der Rezension noch kurz vorstellen werde.

 

Seid ihr am Zug und euer Oktopus-Würfel befindet sich in eurem persönlichen Bereich müsst ihr ihn auf dem Spielfeld einsetzen. Ihr dürft ihn hierbei nur auf ein freies Randfeld stellen.

 

Befindet sich euer Würfel auf dem Spielfeld so könnt ihr den Würfel kippen oder wenden. Außerdem stehen euch noch die Optionen Werten sowie Passen zur Verfügung. Schauen wir uns die einzelnen Möglichkeiten kurz an.

 

Bei der Aktion Wenden dreht ihr euren Würfel auf der momentanen Stelle um 90, 180 oder 270 Grad.

 


Beim Kippen kippt ihr euren Würfel um 90 Grad auf ein angrenzendes Plättchen. Landet der Würfel dabei auf einem Feld mit einem magnetischen Plättchen und an der entsprechenden Seite eures Würfels haftet noch kein Plättchen, zieht der Würfel das Plättchen an und dieses haftet an ihm. Es gehört dann euch. Nimmt euer Würfel bei dieser Aktion das letzte Plättchen von einem Stapel mit, so müsst ihr nun ein Abgrund-Plättchen auf das Feld legen. Ihr dürft euren Würfel auch auf ein bereits liegenden Abgrund-Plättchen kippen. Diese Plättchen sind nicht magnetisch und haften dementsprechend nicht an eurem Würfel.

 

Die Abgrund-Plättchen sind der Auslöser für das Spielende und je nach Spieleranzahl werden unterschiedlich viele Plättchen platziert, bis das Spielende ausgelöst wird. Spielt ihr eine „normale“ Partie und landet euer Würfel auf einem Abgrund-Plättchen, so dürft ihr die Aktion Kippen sofort noch einmal ausführen. In einer Partie für Fortgeschrittene gibt es 8 gesonderte Plättchen und jedes hat eine eigene Aktion die ausgeführt wird, wenn der Würfel auf das Plättchen gekippt wird. So könnt ihr, zum Beispiel, Stapel im Spielbereich tauschen oder euren Würfel wenden.

 

Auf dem tollen Spielertableau sammeln wir unsere erbeuteten Schätze
Auf dem tollen Spielertableau sammeln wir unsere erbeuteten Schätze

Wenn ihr passt, tut ihr einfach gar nichts. Allerdings hat in meinen Runden von dieser Option nie jemand Gebrauch gemacht. Es handelt sich, aus meiner Sicht, hierbei auch um einen komplett verschenkten Zug.

 

Ein Kernelement des Spiels ist das Werten. Es bringt euch nämlich rein gar nichts, euren Würfel auf dem Spielfeld einfach nur irgendwo hinzukippen und die Schätze einzusammeln, da euch dies nicht viele Punkte bringen wird. Ihr möchtet nämlich möglichst viele Gegenstände der gleichen Art einsammeln, da euch dies Siegpunkte bringt. Je mehr Gegenstände ihr sammeln konntet, desto mehr Siegpunkte ergattert ihr.

 

Anschließend platziert ihr die Gegenstände dann auf den passenden Feldern eures Tableaus. Identische Plättchen stapelt ihr dabei übereinander. Des Weiteren liegen auf dem Meeresgrund auch Münzen herum, die am Spielende in Siegpunkte umgetauscht werden. Diese gezielt zu sammeln ist auch eine gute Taktik, mit der mein Kind mich mal ganz schön ausgezogen hat.

 

Sobald das letzte Abgrund-Plättchen platziert wurde, wird das Spielende ausgelöst. Die laufende Runde wird noch zu Ende gespielt und anschließend führen alle die Aktion Werten aus. Anschließend geht es dann an die Schlusswertung.

 

Zunächst zählt ihr eure bis dato gesammelten Siegpunkte. Anschließend wertet ihr die 4 horizontalen Reihen. Wer die meisten Plättchen in einer Reihe hat erhält 5 Siegpunkte und wer am zweitmeisten hat erhält immerhin noch 2 Punkte.

 

Dann geht es an die 5 vertikalen Reihen. Hier erhaltet ihr Punkte gemäß der Angabe auf dem Board. So bringt, zum Beispiel, die Perle dem Spieler mit den meisten Perlen 6 Punkte und dem Spieler mit den zweitmeisten Perlen 3 Punkte.

 

Wer am Ende die meisten Punkte hat gewinnt das Spiel.

 

Variante für Kinder

Ich selbst habe die „normale“ Variante, die ab 8 Jahren empfohlen wird, schon mit meinem 6-jährigen Sohn gespielt, der allerdings auch über eine Menge Spielerfahrung verfügt. Seid ihr euch unsicher, ob das „normale“ Spiel schon was für euren Nachwuchs ist, gibt es in der Anleitung die Beschreibung einer einfacheren Variante, die definitiv auch was für ungeübte Kinder ist. Mit dieser können sie dann an das „richtige“ Spiel herangeführt werden.

 

In dieser Variante spielt ihr ohne Siegpunkt-Plättchen und euch stehen nur die Aktionen Kippen oder Würfel zurücknehmen zur Verfügung.


Ihr platziert in dieser Variante die Plättchen auf eurem Strandtableau. Hierbei kann auf jedem Feld nur ein Gegenstand liegen. Aus Plättchen für die ihr keinen freien Platz mehr habt bildet ihr Stapel und diese werden wieder in den Spielbereich gelegt. Es gewinnt der Spieler, der als erstes alle Plättchen auf seinem Tableau platziert hat.

 

Fazit

Insgesamt hat mir persönlich Octocube richtig gut gefallen. Es handelt sich um ein tolles Familienspiel, welches man auch schon problemlos mit einem 6-jährigen Kind spielen kann und dabei hat man auch als erwachsener Spieler eine ganze Menge Spaß.

 

Wir haben es allerdings auch schon in reinen Erwachsenen-Runden gespielt und immer eine Menge Spaß gehabt. Ihr müsst nämlich schon genau überlegen, in welche Richtung ihr Kippen wollt und um wie viel Grad der Würfel gewendet werden soll. Dies bedarf schon einem gewissen räumlichen Vorstellungsvermögen, was auch ein netter Nebeneffekt beim Spielen mit Kindern ist, da das Vorstellungsvermögen in diesem Bereich geschult wird. Des Weiteren sollte man immer einen Blick auf das Tableau der Gegenspieler werfen, um diesen auch mal in die Suppe zu spucken.

 

Das Spiel macht in jeder Teilnehmerzahl Spaß. Wobei man aber ehrlich sagen muss, dass der Spaß mit zunehmender Spielerzahl steigt. Eine Partie dauert nie länger als 30 Minuten.

 

Insgesamt ein tolles Spiel und eine klare Empfehlung.

 

Kommentare


GAMING WOLVES

logo_schwarz_mit_text.jpg

Hallo zusammen.

Wir sind Nina und Tim und gemeinsam sind wir die Gaming Wolves.

In unserem Blog rezensieren wir aktuelle aber auch ältere Spiele, schreiben Kolumnen und Berichten über News aus der Welt der Brettspiele. Wir hoffen, dass wir euch mit unseren Artikeln eine schöne Auszeit geben können und diese für euch als Entscheidungsfindung dienen werden.

Wenn ihr Fragen, Wünsche, Anregungen oder Kritik habt, dann kontaktiert uns gerne.

Und nun wünschen wir euch viel Spaß!

Eure Gaming Wolves

Nina & Tim

  • Instagram
  • Twitter Social Icon
  • Facebook
bottom of page