top of page
Titelbild_new.jpg

Forgeflame - Grimspire

  • Tim Nau
  • 20. Mai
  • 6 Min. Lesezeit

Forgeflame

„Forgeflame“, von Grimspire, ist ein Deckbauspiel für 1 bis 4 Spieler von Quentin und Marc Vernet.

 


Die Schmiedeflamme ist ein Name, der alle Herzen derer entflammt, die auf der Suche nach Abenteuer, Ruhm und Reichtum sind. Denn tief verborgen liegen Adern aus Gold, Dunkeleisen und Draconit. Also, ran an die Spitzhacken und hinab in die feurigen Tiefen der Schmiedeflamme.

 

Meinung

Ich gebe zu, dass Spiele von Grimspire oftmals einfach nicht mein sind, da sie eben nicht die Thematiken bedienen, die ich bevorzuge. Doch ich nehme vorweg, dass dies bei Forgeflame anders ist.

 

Als ich das Spiel das erste Mal aufgebaut sah, war ich sofort Feuer und Flamme. Die Miniaturen sind eine Augenweide. Und der Clou bei diesen ist es, dass jede Figur 2 oder 3 Slots hat, in die die Erzbrocken gelegt werden können, die wir zur Schmiede bringen müssen, um Artefakte zu schmieden. Ok, dass ist manchmal ein klein wenig fummelig aber das tut der Freude keinen abbruch. Es ist sensationell gelungen, sieht toll aus und ist ein Faktor, der für ein klasse Spielvergnügen sorgt. Auch das weitere Material ist spitze. Uns erwarten Karten in toller Qualität, die wundervoll illustriert sind. Dazu gibt es noch eine ganze Menge Pappteile. Hier präsentiert sich alles in Bestform. Ach ja, ein wundervolles Insert, in welches man alles perfekt einpacken kann, gibt es auch noch dazu.


 

Auch die Anleitung ist klasse geschrieben und Fragen bleiben keine offen.

 

Das Spielsystem

Forgeflame ist ein familienfreundliches Spiel und die Regeln sind schnell verstanden. Ein klein wenig Aufbauarbeit ist zu leisten aber wenn man einmal alles durchschaut hat, geht das recht zügig von der Hand.

 

Bevor wir uns den Spielablauf übersichtshalber kurz anschauen, möchte ich mit euch einen Blick auf das Spielbrett werfen. In der Mitte des Spielbretts befindet sich die beinahe-ewige Schmiede. Warum beinahe-ewig? Um hier schmieden zu können, muss mindestens eine Flamme brennen, was am Mineneingang, wo ihr ebenfalls schmieden könnt, nicht der Fall ist.


Die Mine an sich ist dann unterteilt in, von oben nach unten, Gelände der Stufen 1, 2 und 3. Und dieses Gelände dann wiederum in einzelne Felder. Auf diesen Feldern liegen Entdeckungsplättchen, die umgedreht werden, wenn ein Charakter das Feld betritt. Dann sehr ihr, was sich auf diesem Feld befindet.

 

Egal in welcher Spielerzahl spielt jeder Spieler immer mit 3 Charakteren und bereits das Grundspiel an sich enthält 9 unterschiedliche davon. Des Weiteren gibt es noch 2 Erweiterungen, die jeweils 2 neue Charaktere beinhalten.

 

Neben den Figuren sind die Aktionskarten der Charaktere das Herzstück des Spiels. Jeder Charakter verfügt über 7 individuelle Aktionskarten. Diese werden in „normale“ und „fortgeschrittene Aktionskarten“ unterteilt. Vor der Partie mischt ihr alle fortgeschrittenen Karten zu einem Stapel und alle normalen Karten zu einem Stapel.

 

Vom Stapel mit den normalen Karten zieht ihr 5 auf die Hand und das Spiel kann beginnen. Die "fortgeschrittenen" Karten kommen erst nach der ersten Runde ins Spiel.

 

Das Spiel wird über mehrere Runden gespielt und in jeder Runde führt jedes Team 4 Züge aus. Der Spieler am Zug spielt eine Handkarte in den aktiven Bereich und führt die entsprechenden Aktionen aus. Die grandiose Illustration auf der Karte zeigt, welchen eurer Charaktere ihr mit dieser Karte nutzen dürft. Welche Aktionen euch zur Verfügung erkennt man links oben. Sind dort mehrere Aktionen, dürfen diese in beliebiger Reihenfolge ausgeführt werden. Des Weiteren sind in der Mitte der Karte noch Fähigkeiten, die einmal pro Zug genutzt werden können. Die Nutzung kann vor, zwischen oder nach den Aktionen genutzt werden. Unten auf der Karte ist gelegentlich noch eine Immunität des entsprechenden Charakters angegeben.

 

Es gibt lediglich 4 unterschiedliche Aktionen, deren Ausführungen super einfach sind.

 

So müsst ihr euch natürlich durch die Mine bewegen. Grundsätzlich müsst ihr die maximale Anzahl an Charakteren beachten, die gleichzeitig auf den Feldern stehen dürfen. Am Mineneingang gibt es keine Begrenzung, auf den Geländefeldern dürfen jeweils 3 Charaktere stehen und die beinahe-ewige Schmiede bietet Platz für 5 Charaktere. Ihr benötigt einen Bewegungspunkt, um euch von Feld zu Feld zu bewegen. Handelt es sich um einen schwierigen Durchgang (gekennzeichnet durch eine durchgehende Linie) so benötigt der Charakter zusätzlich noch die Fähigkeit „Fliegen“.

 


Betretet ihr ein Gelände mit einem Entdeckungsplättchen, so müsst ihr dieses umdrehen und den entsprechenden Effekt abhandeln. So kann es sein das ihr, zum Beispiel, einen Kobold platzieren müsst, eine Flamme entfachen könnt oder ein Totem entdeckt. Lasst euch überraschen, was es hier so für Effekte gibt und welche Auswirkungen diese haben.

 

Kurz anschauen möchte ich mir mit euch nur die Kobolde und die Totems.


Befindet sich nämlich ein Kobold auf einem Feld, so sind eure Aktionsmöglichkeiten, ausgenommen der Charakter verfügt über die Fähigkeit „Tarnung“, eingeschränkt. Ihr müsst daher zunächst den Kobold vom Spielfeld entfernen, was durch die Aktion kämpfen geschieht. Das Kämpfen erfolgt durch Ziehen aus einem Beutel. Dies wollt ihr auch, da das Spiel nämlich verloren ist, falls ihr einen Kobold platzieren müsst, aber sich keiner mehr im Vorrat befindet.

 

Entdeckt ihr ein Totem, wird der Aufsteller auf das Spielbrett gestellt. Insgesamt gibt es 8 verschiedene Totems. Um welches es sich handelt, wird anhand des Plättchens bestimmt, welches ihr zieht. So gibt es, zum Beispiel, das Flammentotem (ihr dreht 1 Flammenplättchen auf die brennende Seite) oder das Erztotem (ihr könnt einen getragenen Erzbrocken gegen einen beliebigen Brocken aus dem Vorrat tauschen). Um dieses zu aktivieren, müsst ihr eine beliebige Aktion verwenden.


 

Dann gibt es noch die Aktion „Graben“, die ihr nur durchführen könnt, falls sich auf dem Feld noch eine Erzader befindet. Diese dreht ihr dann um und platziert die entsprechenden Erze. Zeigt die Erzader noch ein Kobold-Symbol, müsst ihr einen Kobold platzieren und das wertvollste Erz des Geländes in den Kobold-Beutel legen.

 

Durch die Aktion „Aufheben“ könnt ihr ein Erz auf dem Gelände aufheben und legt es in den entsprechenden Slot eures Charakters. Für eine beliebige Aktion könnt ihr auch Erz von einem verbündeten Charakter nehmen oder es an ihn übergeben, wenn ihr euch auf demselben Gelände befindet.

 

Euer Ziel ist natürlich das Schmieden eines der ausliegenden Artefakte. Drei Artefakte liegen immer aus. Diese zeigen euch, welche Erze ihr zum Schmieden benötigt und wie viele Punkte ihr für das Artefakt erhaltet. Einige Artefakte zeigen in der linken, unteren Ecke noch eine Fertigkeit die ihr erhaltet, wenn ihr das Artefakt geschmiedet habt. Diese könnt ihr einmal in der Partie nutzen. Nicht unterschätzen solltet ihr die Farbe am Kartenrand, die einige Artefakte haben. Sammelt ihr gleiche Farben, werdet ihr mit Extrapunkten belohnt, die entscheidend sein können. Schmieden könnt ihr mit jeder Aktion. Neben der beinahe-ewigen Schmiede ist dies auch am Mineneingang möglich. Am Mineneingang benötigt ihr kein Flammplättchen, wohingegen ihr in der beinahe-ewigen Schmiede ein Plättchen umdrehen müsst. Anschließend nehmt ihr euch das geschmiedete Artefakt und legt es neben das Tableau.


 

Nach 4 Zügen endet eine Runde. Nun habt ihr ein wenig administrativen Aufwand zu erledigen. Das Beste hier ist immer der Erhalt einer fortgeschrittenen Aktionskarte. Ihr habt die Wahl zwischen den beiden offenliegenden Karten oder der obersten Karte des Nachziehstapels. Diese nehmt ihr auf die Hand.


Hat ein Team am Ende einer Runde 4 Artefakte geschmiedet (6 in einer Partie mit 4 Personen) endet das Spiel und ihr führt die Schlusswertung durch. Ihr erhaltet Siegpunkte für geschmiedete Artefakte, für Artefakte, die zur gleichen Sammlung gehören, für gesammelte Schätze und für Erze, die eure Charaktere noch tragen. Wer nun die meisten Punkte hat, der gewinnt das Spiel.

 

Fazit

Insgesamt ist Forgeflame ist ein super tolles Spiel und erhält eine klare Empfehlung.

 

Es zeichnet sich vor allem durch seine wundervolle Optik aus. Die Figuren sind eine absolute Augenweide und mein Sohn war allein deshalb schon von diesem Spiel begeistert. Doch natürlich würde die Optik allein nicht ausreichen - ok, für meinen Sohn vielleicht schon.

Forgeflame ist einfach ein Wohlfühlspiel, welches ein unheimlich hohen Spaßfaktor besitzt. Das Spielprinzip ist klasse und es macht einfach Spaß sich seinen Weg durch die Mine zu bahnen, die Erze auszugraben, um dann damit die Artefakte zu schmieden und am Ende hoffentlich den Sieg davon zu tragen. Es ist zudem ein super atmosphärisches Spiel. Vor allem die unterschiedlichen Charaktere sorgen für viel Abwechslung und einen hohen Widerspielwert. Jeder Charakter bringt seine eigenen Fähigkeiten mit und um das Spiel wirklich gut zu spielen muss man nicht nur seinen eigenen Charakter kennen, sondern am besten auch die der Mitspieler.

 

Geprägt ist das Spiel auch durch einen unheimlich hohen Interaktionsgrad. Und dass, obwohl man sich nicht gegenseitig angreifen oder Erze der Konkurrenz stehlen kann. So kann man, zum Beispiel, Gegner verschieben, Wege versperren oder Feldlawinen auslösen.

 

 

Kommentare


GAMING WOLVES

logo_schwarz_mit_text.jpg

Hallo zusammen.

Wir sind Nina und Tim und gemeinsam sind wir die Gaming Wolves.

In unserem Blog rezensieren wir aktuelle aber auch ältere Spiele, schreiben Kolumnen und Berichten über News aus der Welt der Brettspiele. Wir hoffen, dass wir euch mit unseren Artikeln eine schöne Auszeit geben können und diese für euch als Entscheidungsfindung dienen werden.

Wenn ihr Fragen, Wünsche, Anregungen oder Kritik habt, dann kontaktiert uns gerne.

Und nun wünschen wir euch viel Spaß!

Eure Gaming Wolves

Nina & Tim

  • Instagram
  • Twitter Social Icon
  • Facebook
bottom of page