• Tim Nau

Grizzly: Lachsfang am Wasserfall - AMIGO

Grizzly: Lachsfang am Wasserfall – AMIGO

„Grizzly: Lachsfang am Wasserfall“, bei AMIGO erschienen, ist ein lustiges Familienspiel mit push-your-luck-Effekt für 2 bis 4 Spieler ab 6 Jahren von Anna Oppholzer und Stefan Kloß.

Die Freude bei den Grizzlys ist groß – es ist Lachswanderung und dabei springen die Lachse die Wasserfälle hinauf. Vorne an der Kante sind natürlich die meisten Lachse zu holen doch dort kann es auch sehr rutschig werden. Auf die Lachse, fertig, los!


Ein Blick in die Spieleschachtel

Was für ein tolles Spielmaterial und es ist einfach immer wunderschön zu sehen, für was die Spieleschachtel alles gut ist und wie toll es nachher auf dem Tisch aussieht. Hier bauen wir uns einen Wasserfall und das geht auch noch super schnell. Die Marker sind auf dicker Pappe, die Bären sind super niedlich und die Würfel erstklassig.

Die Anleitung ist super verständlich geschrieben und beantwortet alle Fragen.


Das Spielsystem

Das Spielsystem ist, wie es sich für ein Familienspiel gehört, super einfach und schnell erklärt. Mit dem Spaß kann folglich zügig gestartet werden.


Je nach Spieleranzahl wird eine unterschiedliche Anzahl an Wasserbahnen aufgebaut, die Lachse entsprechend platziert und die benötigten Würfel bereitgelegt. Jede Wasserbahn ist einer Würfelfarbe zugeordnet. Die übrigen Wasserplättchen bilden den allgemeinen Vorrat, aus dem ihr je nach Spieleranzahl eine bestimmte Anzahl entfernt. Des Weiteren nehmt ihr 10 Plättchen aus dem Vorrat und legt den Felsen darauf. Diesen Vorrat brecht ihr erst an, wenn der allgemeine Vorrat aufgebraucht ist. So wird das Spielende eingeleitet.


Über mehrere Runde versuchen wir mit unserem Bären so viele Lachse einzufangen wie möglich. Der Startspieler würfelt mit allen zur Verfügung stehenden Würfeln. Das Würfelergebnis gibt nun an, was auf welcher Bahn für ein Ereignis stattfindet. Diese möchte ich euch nun kurz erklären.

Spielaufbau für eine 2-Personen-Partie

Zeigt die Würfelseite ein oder zwei Wasserplättchen, so nehmt ihr ein Plättchen aus dem allgemeinen Vorrat und schiebt es hinter dem Bärenfelsen in die entsprechende Bahn. Dadurch fallen vorne am Wasserplättchen Plättchen hinunter. Befinden sich auf diesen Bären oder Lachse, so fallen diese mit. Lachse kommen zurück in den Lachsvorrat und der Bär wird auf den Bärenfelsen gestellt. Eventuell gefangene Lachse hat er leider verloren.


Zeigt der Würfel Lachse, so springen diese. Beim Platzieren der Lachse müsst ihr drei einfache Regeln beachten. Auf jedes Wasserplättchen kommt immer nur ein neuer Lachs, es wird mit dem Plättchen begonnen, welches der Kante am nächsten liegt und es kommt kein Plättchen auf ein Feld, welches durch einen Bären besetzt ist. Reichen die Lachse im Lachsvorrat nicht mehr aus, so endet das Spiel sofort. Auch die laufende Runde wird nicht mehr zu Ende gespielt.


Anschließend gehen die Spieler, beginnend beim Startspieler, auf Lachsfang. Hierbei gelten ein paar einfache Bewegungsregeln. Vom Bärenfelsen darf man auf jede Bahn springen – und umgekehrt. Man darf seinen Bären beliebig viele Felder weit bewegen, muss ihn aber um mindestens ein Feld bewegen. Die Bewegung darf dabei senkrecht oder waagerecht erfolgen, wobei ein Felsen die waagerechte Bewegung blockiert und auf jedem Plättchen ist nur Platz für einen Bären. Erreicht der Bär ein Plättchen mit Lachsen, so endet die Bewegung sofort und die Lachse werden unter dem Bären gestapelt. Diese Lachse werden nun bei der Bewegung des Bären mitgenommen. Erreicht der Bär den Bärenfelsen, so gelten die mitgenommenen Lachse von nun als gesichert und werden vor dem entsprechenden Spieler abgelegt.


Haben alle Spieler ihren Bären gezogen, endet die Runde. Der Startspieler gibt den Marker weiter und eine neue Runde startet.


Das Spiel wird fortgesetzt, bis entweder keine Lachse mehr platziert werden können oder wenn der Stapel mit Wasserplättchen angebrochen wird, auf dem zu Spielbeginn der Felsen gelegt wurde.


Nun zeigt sich, wer der fleißigste Bär war und dieser gewinnt das Spiel.


Die optimale Spielerzahl

Konzipiert ist das Spiel für 2 bis 4 Spieler.


Meistens steigt bei Spielen dieser Art mit zunehmender Spieleranzahl auch das Vergnügen – so ist es auch hier und der maximale Spielpaß kommt bei maximaler Spielerzahl auf – allerdings dann auch bei maximalem Lärmpegel. Doch das Spiel macht auch zu zweit mit seinem Kind große Freude und langweilt dabei nicht die Eltern, was immer ein Pluspunkt bei kindgerechten Spielen ist. Wir haben es auch schon in einer Erwachsenenrunde gespielt und ebenfalls Freude gehabt.


Die Spieldauer liegt bei knapp 20 Minuten.


Fazit

„Grizzly“ ist ein wundervolles Familienspiel, welches zunächst einmal durch seine tolle Optik besticht. Des Weiteren sind die Regeln super einfach und auch junge Kinder können problemlos alleine mit ihren Freunden eine Partie spielen.


Zielpublikum ist ganz klar die Familie mit Kindern und da macht das Spiel alles richtig. Wenn man das Kind frühzeitig an Spiele gewöhnt, kann man bedenkenlos auch schon mit einem fünfjährigen in dieses Spiel einsteigen.


Durch das Würfeln kommt natürlich ein Zufallsfaktor in das Spiel. Doch das ist bei einem Spiel dieser Kategorie absolut in Ordnung und sorgt auch noch für Aufregung, da man sein Glück durchaus auch mal auf die Probe stellt, wenn man den dicken Stapel Lachse noch unbedingt mitnehmen will – push-your-luck-Effekt. Groß ist die Freude, wenn der Würfel einem dann hold ist und groß die Schadenfreude der anderen Spieler wenn der Plan doch missglückt, da der Würfel die falsche Seite zeigt und der Bär den Wasserfall hinunterfällt.


Insgesamt ein ganz tolles Familienspiel, welches eine klare Empfehlung erhält.

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