• Tim Nau

Inseln aus 1001 Nacht - Huch

Inseln aus 1001 Nacht – Wir erschaffen unsere Trauminsel

„Inseln aus 1001 Nacht“, von Huch, ist ein Plättchenlegespiel für 2 bis 5 Spieler ab 7 Jahren von Antoine Bauza und Bruno Cathala.

Wir schlüpfen in die Rolle eines Kindes Sindbads. Dieser war bekanntlich einer der größten Reisenden aus 1001 Nacht. Unser Ziel ist die Erschaffung einer eigenen Trauminsel.


Ein Blick in die Spieleschachtel

Das Spielmaterial ist klasse. Neben den 80 Plättchen finden wir in der Schachtel außerdem noch 5 Charaktertafeln. Alle Pappmaterialien weisen schöne Illustrationen auf und haben eine sehr ordentliche Dicke. Dazu gibt es noch einen Wertungsblock.

Die Anleitung ist verständlich geschrieben und Fragen bleiben keine offen.


Das Spielsystem

Das Spielsystem ist super einfach und das Spiel ist schnell erklärt. Auch der Aufbau gestaltet sich sehr einfach.


Im Folgenden gehe ich auf den Rundenablauf für 3 bis 5 Spieler ein. Die Besonderheiten des 2-Personen-Spiels erkläre ich euch kurz im Kapitel zur optimalen Spieleranzahl.


Zu Beginn des Spiels sortiert ihr die Plättchen in die vier entsprechenden Stapel (obere-, mittlere- und untere Inselplättchen sowie die Traumplättchen). Je nach Spieleranzahl wird eine bestimmte Anzahl an Plättchen zurück in die Schachtel gelegt. Anschließend wählt jeder Spieler eine Charaktertafel und das Spiel kann beginnen. Die Wahl des Charakters hat keinen Einfluss auf das Spiel – hier zählt lediglich der Geschmack.


Zu Beginn wählt der Startspieler (im Folgenden als Späher bezeichnet) einen der 4 Stapel und zieht von diesem Stapel so viele Plättchen wie Spieler mitspielen. Diese werden offen ausgelegt. Der Späher wählt nun eines der Plättchen und bestimmt den Spieler, der als nächstes aussuchen darf. So geht es weiter, bis jeder Spieler ein Plättchen ausgewählt hat. Wer das letzte Plättchen gewählt hat, wird Späher in der nächsten Runde.


Jeder Spieler platziert das Plättchen jetzt in seiner eigenen Insellandschaft. Dabei sind nur einfache Legeregeln zu beachten. So muss jedes Plättchen in die entsprechende Reihe – oben, mittig oder unten – gelegt werden und es muss immer an ein bereits gelegtes Plättchen oder an der Charaktertafel angrenzen.


So geht es 16 Runden und jeder Spieler hat dann ein 4*3 Raster neben seiner Charaktertafel gebildet. Anschließend erfolgt die Schlusswertung. Ihr erhaltet nun Punkte entsprechend der 4 gewählten Wertungsplättchen (auf diese gehe ich nachfolgend noch kurz ein), 1 Punkt je Palme sowie 7 Punkte pro Paar aus Ei und Roch-Vogel. Abziehen muss der Spieler mit den meisten Räubern noch 1 Punkt je Räuber. Wer nun über die meisten Punkte verfügt, hat die traumhafteste Insel erstellt.

Die unterschiedlichen Plättchen

Grundsätzlich gibt es 2 unterschiedliche Plättchenarten: Insel- und Traumplättchen.


Die Traumplättchen sind für die Wertung. Sie bestimmen nämlich, für was ihr die Masse eurer Punkte bekommt. So gibt es, zum Beispiel, Plättchen durch welche ihr Punkte für Vögel, Affen, Wüstenfüchse, Dromedare oder Elefanten erhaltet, Plättchen für die Anzahl eurer Schlangen oder Wunderlampen sowie auch Plättchen für Diamanten in euren Reihen oder Spalten. All diese Symbole findet ihr, in unterschiedlichster Kombination, auf den Inselplättchen wieder. Das heißt aber nicht, dass ihr mit den Traumplättchen beginnen müsst. Selbstverständlich könnt ihr auch erst Inselplättchen nehmen und euch dann später Traumplättchen entsprechend eurer Insel aussuchen. Hier sind unterschiedliche Strategien möglich.


Die optimale Spielerzahl

Konzipiert ist das Spiel für 2 bis 5 Personen.


Aufgrund des dargelegten Spielsystems ist es hier so, dass der Spielspaß mit zunehmender Spielerzahl steigt. Der Spaßhöhepunkt ist klar mit 4 oder 5 Spielern erreicht.


Dank einer Variante ist das Spiel aber auch zu zweit gut spielbar. Ehrlicherweise muss man aber sagen, dass der Spaßfaktor hier geringer ist.


In dieser Variante wählt der Späher einen der 4 Stapel aus und sieht sich die 3 Plättchen an, ohne diese dem anderen Spieler zu zeigen. Nun legt er 2 der Plättchen offen und das letzte Plättchen verdeckt auf den Tisch. Der andere Spieler wählt nun 1 der der 3 Plättchen. Nun nimmt der Späher eines der beiden übriggebliebenen Plättchen aus. Das letzte Plättchen wird abgeworfen. Ein schönes System, bei welchem man auch ein wenig bluffen kann.


In allen Besetzungsgrößen dauert eine Partie zwischen 20 und 30 Minuten.


Fazit

Das Spiel ist ein wundervolles und auch extrem schön illustriertes Plättchenlegespiel für die ganze Familie, welches mit einfachen Regeln überzeugt aber gleichzeitig auch eine gewisse Tiefe bietet.


Vor allem die recht einfachen Regeln sorgen dafür, dass man dieses Spiel auch schon mit etwas jüngeren Kindern genießen kann. Ein wenig Hilfestellung geben muss man allerdings dann bei der Wahl der Traumplättchen, da diese das wesentliche Element zur Punktegenerierung sind. Es hat sich nämlich gezeigt, dass jüngere Spieler dieses Spiel eher als eine Art Puzzle sehen und nicht auf die Wahl der Plättchen achten.


Um dem Spiel noch mehr taktische Tiefe und Abwechslung zu verleihen, hätte man den Charakteren eventuell noch unterschiedliche Startvoraussetzungen, zum Beispiel in Form eines Bonus für gesammelte Tiere oder Diamanten, geben können. So bleibt die Charakterauswahl lediglich eine Frage des Geschmacks.


Insgesamt ein ganz tolles Spiel, welches vor allem mit 4 oder 5 Spielern großen Spaß macht und sich super als opener oder auch als Absacker eignet.




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