• Tim Nau

Mankomania - Huch!

Mankomania – Wie verjubelt man eine Million?

„Mankomania“, bei Huch! erschienen, ist die Neuauflage des Klassikers aus den 80er Jahren für 2 bis 4 Spieler ab 8 Jahren.



Wir erhalten eine Millionen Euro und wer diese als erster ausgegeben hat, der gewinnt das Spiel.


Ein Blick in die Spieleschachtel

Leider muss man ganz ehrlich sagen, dass das Spielmaterial nicht gut ist. Es fängt bei den Spielfiguren an – ernsthaft, da hat jede Ü-Eier-Figur eine bessere Qualität - erstreckt sich über das Plastikmaterial der Mini-Spiele bis hin zu den Karten. Sorry, aber das ist leider nicht gelungen. Da habe ich von einer Neuauflage einfach mehr erwartet.

Die Anleitung hingegen ist gut. Fragen bleiben keine offen.


Das Spielsystem

Das Spielsystem ist super einfach. Der aktive Spieler wirft die Würfel, zieht seine Spielfigur um die entsprechende Anzahl an Feldern vor und befolgt die Anweisung auf dem Feld. Durch diese Anweisungen verliert ihr Geld, gewinnt welches oder nehmt an einem der 5 Mini-Spiele teil. Diese möchte ich euch kurz erklären.


An der Börse drehen wir das Börsenrad. Dies landet nun bei einer der drei Aktien im roten oder im schwarzen Bereich. Je nach Bereich stürzt der Kurs der Aktie nun ab oder steigt und wir erhalten oder verlieren Geld pro Aktie, die wir von diesem Unternehmen besitzen. Aktien erhalten wir, indem wir auf Kauf-Felder kommen. Diese sind immer gern genommen, da Aktien teuer sind.


Im Auktionshaus entscheiden wir uns für eines der Objekte, bezahlen den Preis und drehen dann den Hammer. Je nachdem wo dieser stehen bleibt erhalten wir nun Geld oder bezahlen welches.


Auf der Rennstrecke fahren wir ein Rennen gegen alle anderen Spieler. Jeder Spieler platziert seinen Wetteinsatz auf eine Bahn und nun wird das Rad gedreht. Die Anzahl der Pfeile gibt an, um wie viele Felder das Auto der entsprechenden Bahn nach vorne bewegt werden muss. Wer als erstes die Ziellinie überquert, gewinnt das Rennen und erhält seinen Gewinn entsprechend der Anzeigetafel.

Im Casino spielen wir am einarmigen Banditen. Wir setzen 30.000 €, legen die 4 Würfel in den Automaten und ziehen am Hebel. Je nach Ergebnis der Würfel kassieren wir Geld oder verlieren welches.


Am Snake-Eyes-Tisch ist Zocken angesagt. Ihr würfelt mit beiden Würfeln und addiert die Augenzahl. Dies dürft ihr beliebig oft wiederholen. Entscheidet ihr euch aufzuhören, multipliziert ihr die Würfelzahl mit 5.000 € und zahlt das Geld in die Bank. Pech habt ihr, wenn ein Würfel eine eins zeigt. Dann habt ihr "verloren" und erhaltet 50.000 € von der Bank. Im Falle eines Einser-Pasch erhaltet ihr sogar 100.000 €.


It´s all about the money! Mit jeder Aktion gewinnt ihr Geld oder verliert es. Das Spiel endet, sobald einer der Spieler einen fälligen Betrag nicht bezahlen kann.


Fazit

Auch wenn es viel zu kritisieren gibt, bleibt „Mankomania“ vom Kern her ein schönes Familienspiel, bei dem mir die Idee des Geldverprassens sehr gut gefällt (quasi ein umgekehrtes Monopoly) und welches aufgrund der Kürze zu einer schnellen Spielrunde zwischendurch einlädt. Die auf der Spieleschachtel angegebenen 45 Minuten haben wir nie gebraucht. Egal in welcher Konstellation lagen wir immer bei ca. 30 Minuten.


„Mankomania“ habe ich früher sehr oft gespielt und geliebt. So war ich auch gleich Feuer und Flamme, als ich von der Neuauflage gehört habe. Ich hatte die Hoffnung, dass wir ein aufgewertetes Spiel bekommen, welches vielleicht sogar noch das ein oder andere Minispiel mehr hat. Leider ist dem nicht so. Ich persönlich finde sogar, dass die Qualität der Mini-Spiele eher schlechter geworden ist.


Der einarmige Bandit funktioniert zwar mechanisch aber trotzdem haben wir die Würfel lieber mit der Hand geworfen. Der Hammer des Auktionshauses sieht schön aus aber richtig funktionieren tut das nicht. Da muss man sehr schon sehr vorsichtig drehen, da er ansonsten abfällt. Gleiches gilt auch für das Auktionshaus. Hier funktioniert der Kreisel leider nur richtig gut, wenn das Spielbrett gerade und am besten auf einer glatten Oberfläche steht. Toll ist das Autorennen. Wobei wir manchmal das Gefühl hatten, dass die angegebenen Wahrscheinlichkeiten nicht stimmen. Nicht verwunderlich, dass mein favorisiertes Spiel Snake-Eye ist. So war es leider oftmals so das man sich geärgert hat, wenn man mal wieder auf einem Mini-Spiel gelandet ist, welches einem nicht so gut gefällt.


Aus meiner Sicht wurde hier viel Potential verschenkt. Mindestens von der Qualität her hätte man nicht nur eine Schüppe drauflegen müssen. Persönlich fand ich auch die Anordnung aller Minispiele bei der alten Version deutlich ansprechender. Optisch hingegen ist der knallbunte Stil richtig gut.


Mögen muss man natürlich auch den Glücksfaktor – beeinflussen kann man hier nichts. Doch das sollte einem bekannt sein, bevor man zu diesem Spiel greift.

Trotz der ganzen Kritik, die sich wahrscheinlich auch sehr hart anhört, bleibt "Mankomania“ aber dennoch ein kurzweiliges Spiel, welches in Familienrunden zu gefallen weiß und vor allem auf der emotionalen Ebene überzeugt. Es ist schon eine gewisse Schadenfreude da, wenn der Gegenspieler wieder auf einem Feld landet bei dem er Geld bekommt anstelle das er es ausgibt.


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