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  • Tim Nau

Pirate Tales - Skellig Games

Pirate Tales - eine Rezension von Lars

„Pirate Tales“, von Skellig Games, ist ein Push-Your-Luck-Würfelspiel für 1 bis 4 Personen von Benno Thönelt mit tollen Illustrationen von Roman Kucharski.

Wie der Name des Spiels schon vermuten lässt, sind wir als Piraten in der Karibik unterwegs und auf der Jagd nach Gold und Schätzen. Die Länge unserer Reise und somit auch das Risiko zu scheitern, bestimmen wir hierbei selbst. Während wir Kopf und Kragen riskieren, wetten die anderen Spieler auf den Ausgang unseres Abenteuers. Je weiter wir reisen, desto rauer wird die See und wir müssen uns vor Gefahren wie dem Riesenkraken, Geisterschiffen, Magnetbergen und anderen Begegnungen in Acht nehmen.

 

Ein Blick in die Spieleschachtel

Das Spielmaterial ist absolut erstklassig und sorgt damit dafür, dass man sich sofort in die Karibik versetzt fühlt und sich auf Schatzjagd begeben möchte. Neben einer hochwertigen Neoprenmatte befinden sich 60 Totenkopfwürfel, 46 Golddublonen und 30 Edelsteine in der Schachtel. Die Karten sind gelungen illustriert und sorgen ebenfalls dafür, das Piratenthema stimmig auf den Tisch zu bringen.

Die Anleitung ist strukturiert geschrieben und aufgrund vielfältiger

Beispiele kommt es nicht zu Verständnisschwierigkeiten.

 

Das Spielsystem

Die Grundregeln sind einfach und schnell erklärt und der Aufbau begrenzt sich auf das Auslegen der erforderlichen Komponenten und dem Zusammenstellen der Schatzinsel-, Kenter- und Krakenkartendecks.Wir haben das Spiel zu dritt und auch zu viert gespielt. Aufgrund der Wetteinsatzphase empfinde ich das Spiel mit mehr als zwei Personen deutlich spannender (hierzu später mehr).


Eine Runde verläuft super einfach. Zu Beginn der Reise können wir gegen Dublonen weitere Handkarten erwerben, die wir jederzeit ausspielen können, um zusätzliche Erfolge, Würfel und „Rerolls“ zu erhalten. Danach bestimmen wir durch das Aufdecken von Abenteuerkarten, wie weit wir segeln wollen. Doch aufgepasst: Je länger die Reise wird, desto gefährlicher wird sie! Am Ende unserer Reise entscheiden wir uns noch für den Besuch einer Schatzinsel und legen auch hier vorher fest, wie herausfordernd der Abschluss unseres Abenteuers sein wird. Wenn wir weit in See stechen, besteht sogar die Gefahr, dem Monsterkraken zu begegnen.

 

Bevor wir nun die Segel setzen, platzieren unsere Mitspieler ihre Wetteinsätze auf den Ausgang unserer Reise. Wir handeln jetzt die einzelnen Abenteuerkarten ab und versuchen mit unseren Würfeln die erforderlichen Erfolge, in Form von Totenköpfen zu erreichen. Hierbei können wir durch das Ausspielen von Handkarten unsere Erfolge erhöhen oder weitere Würfelversuche bekommen.

 

Das Ganze erfolgt natürlich unter dem „Gegröle“ der anderen Spieler, die auf unser Scheitern oder Gelingen gewettet haben und uns somit wechselweise anfeuern oder ausbuhen. Diese unterschiedlichen Emotionen am Tisch, von Spaß, Spannung, Schadenfreude bis hin zum "Ich zeig ́s euch allen Gefühl" macht für mich das besondere Flair von Pirate Tales aus. Aufgrund des ausgeprägten Glücksanteils sollte man hier das Spielen um den Sieg nicht zu ernst nehmen und sich einfach an der ausgelassenen Stimmung am Tisch erfreuen.


Am Ende seiner Reise muss man dann beim Fehlschlagen eine Kenterkarte ziehen oder darf sich an den Belohnungen der Schatzinsel und den eingenommenen Dublonen erfreuen. Abschließend kann man neu gewonnene Würfel verbessern, um so seine Chancen auf Erfolg in der nächsten Runde zu erhöhen. Die roten und später die schwarzen Würfel haben deutlich mehr der benötigten Totenkopfsymbole auf ihren Würfelseiten. Außerdem gibt es eine Maximalanzahl an Würfeln, die man mit in die nächste Runde nehmen darf, sodass eine Verbesserung der Würfel im Wechselkurs 2 für 1 besseren Würfel (Weiß zu Rot und Rot zu Schwarz) absolut sinnvoll ist.


Fazit

Pirate Tales hat meine Erwartungen voll erfüllt.

 

Es ist allerdings mit Sicherheit davon abhängig, ob sich die Spielgruppe auf das Thema und den hohen Glücksfaktor einlassen kann. Meine Gruppen konnten das und wir hatten gemeinsam einen Mordsspaß dabei, uns gegenseitig verbal zu befeuern. Wir haben das Spiel mit den moderaten und schweren Karten gespielt. Optional kann man auch weniger konfliktreiche und bestrafende Karten mit ins Spiel nehmen. Dies empfiehlt sich, wenn man das Spiel mit seinen Kindern oder generell im Familienkreis spielen möchte.

 

Für mich lebt das Spielerlebnis aber vor allem von den Emotionen und der Schadenfreude am Tisch. Für die Runde mit den besten Kumpels würde ich daher immer zu den „fiesen“ Karten raten. Der geringe Aufwand beim Aufbau, die leichten Regeln, die hochwertige Ausstattung und das tolle Aussehen bilden für mich ein rundes Gesamtpaket.

 


Wer ein leichtes Spiel sucht und bereit ist für die tolle Optik den durchaus höher als üblich, aber gerechtfertigten Preis zu bezahlen, der bekommt hier ein lustiges Partyspiel für seine Sammlung.

 

 

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