• Nina Nau

Zug um Zug Map Collection 7 - Days of Wonder

Dieses Mal bereisen wir Japan und Italien

Der neueste Ableger der „Zug um Zug“ Reihe entführt uns nach Japan und Italien. Es handelt sich hierbei um eine Erweiterung für die zwingend das Grundspiel „Zug um Zug“ oder „Zug um Zug Europa“ benötigt wird.



Ein Blick in die Spieleschachtel

Schön anzusehen ist der riesige Spielplan und die zahlreichen neuen Ziel- und Fährkarten. Des Weiteren bekommen wir, wie so oft bei „Days of Wonder“, ein tolles Schachtelinlay, wo alles seinen Platz hat. Zusätzlich sind in der Schachtel 16 Expresszüge für das Japan-Spiel. Diese Züge wirken etwas hochwertiger als die Züge aus dem Grundspiel und sind schön anzusehen.


Das Spielsystem

Die neuen Regeln sind super schnell verinnerlicht, das Spielsystem gestaltet sich weiterhin einfach und macht großen Spaß. Ziel des Spiels ist es natürlich, auch bei der Erweiterung, möglichst viele Siegpunkte zu sammeln. Diese werden auch, nach wie vor, überwiegend durch die Zielkarten generiert. Grundsätzlich gelten weiterhin die Regeln des Grundspiels jedoch gibt es für jede der beiden Maps ein paar neue Regeln.


Besonderheiten „Japan-Map“

Bei diesem Spielplan gibt es eine neue Streckenart: Die Expressstrecke.


An der Entwicklung eines landesweiten Hochgeschwindigkeitnetzes arbeiten die Spieler hierbei gemeinsam. Somit kann eine einmal errichtete Expressstrecke anschließend von jedem Spieler für die Erfüllung von Zielkarten benutzt werden.


Expressstrecken werden gebaut indem ein Spieler so viele Karten einer Farbe ausspielt, wie die Strecke Felder hat.


Der Bau der Expressstrecke entwickelt sich während des Spiels zu einem Wettlauf, denn es gibt eine extra Wertung hierfür. Je mehr Expressstrecken ein Spieler baut, desto weiter zieht sein Expressspielstein auf dieser Leiste vorwärts.



Sehr schön ist die Idee, die Insel Kyushu und die U-Bahn in Tokyo vergrößert darzustellen. Man muss sich lediglich kurz daran gewöhnen, dass es diese beiden Städten dann zweimal gibt.


Die zusätzliche Idee mit der Expresswertung hat uns

gut gefallen, da sie ein neues Element ins Spiel bringt. Jedoch ist es bei zwei Spielern so, dass der Gewinner der Expressstrecke hinterher 20 Punkte Vorsprung vor dem anderen Spieler hat. Dies durch Zielkarten wieder aufzuholen ist wirklich schwierig. Im Spiel zu dritt oder viert ist der Vorteil durch die gewonnene Expressstrecke nicht so extrem, so dass es Spaß macht den zusätzlichen Wettlauf im Spiel zu haben.


Besonderheiten „Italien-Map“

Zusätzlich zu den Wagenkarten des Grundspiels gibt es Fährenkarten. Alternativ zu der Aktion „Wagenkarten nehmen“ gibt es nun auch die Aktion „eine Fährenkarte nehmen“. Bei den grauen Strecken auf diesem Spielplan handelt es sich um Fährstrecken, welche über eine unterschiedliche Anzahl an Wellensymbolen gekennzeichnet sind. Um diese Strecke zu bauen benötigt man, entsprechend der Anzahl der Wellensymbole, entweder Fährkarten und/oder Lokomotivkarten. Jede Fährkarten gilt hierbei für 2 Wellensymbole und jede Lokomotivkarte für ein Wellensymbol. Die übrigen Felder sind, wie gewohnt, mit der entsprechenden Anzahl an Wagonkarten zu erfüllen.



Neben den erfüllten Zielkarten können bei dieser Map Siegpunkte durch Regionenboni erzielt werden. Auf dem Spielplan gibt es 17 Regionen wobei jede Stadt zu einer dieser Regionen gehört. Zum Schluss des Spiels werden die verbundenen Regionen gezählt und entsprechende Punkte vergeben. Dies sorgt noch einmal für einen zusätzlichen Reiz, der diese Maß so gut macht.


Die längste durchgehende Strecke und die meisten erfüllten Zielkarten führen bei diesem Spielplan zu keinen weiteren Punkten.


Die optimale Spieleranzahl

„Zug um Zug – Map Collection 7“ kann, wie auch das Grundspiel mit 2 bis 5 Spielern gespielt werden.


Ich persönlich finde das Spiel zu fünft allerdings zu beengend. Zu fünft kommt es lediglich darauf an, möglichst schnell möglichst viele Strecken zu belegen, bevor einem die Mitspieler einen Strich durch die Rechnung machen. Hier entscheidet nur wer schneller Glück damit hat, die passenden Wagonkarten zu ziehen.


Zu zweit und zu dritt wird der Spielplan dadurch verkleinert, dass (wie auch im Grundspiel) jeweils nur eine Strecke zur Verfügung steht. Natürlich spielt auch hier die Glückskomponente des Ziehens eine Rolle. Doch deutlich minimiert im Vergleich zum Spiel zu fünft.


Die Japan-Map fanden wir zu zweit nicht so gut, da hier derjenige der die meisten Schnellzüge baut 20 Punkte Vorsprung zum Mitspieler bekommt. Dies ist für den anderen Spieler sehr schwer aufzuholen, wodurch sich das Spiel zu einer Hetzjagd um den Bau der Schnellzüge entwickelt. Die Zielkarten werden dadurch vernachlässigt, was wir sehr schade fanden. Bei drei oder mehr Spielern relativiert sich die Punkteverteilung durch den Sieg bei den Schnellzügen.


Die Italien-Map hat uns hingegen sowohl zu zweit als auch mit mehr Spielern überzeugt.


Fazit

„Zug um Zug“ ist und bleibt ein tolles Familienspiel, welches man Dank der einfachen Regeln sehr schnell lernen kann. Die Erweiterung bietet nun Abwechslung für alle diejenigen die „Zug um Zug“ häufiger spielen. Gleichzeitig bietet die „Zug um Zug - Map Collection-Reihe“ einem die Möglichkeit neue Länder zu bereisen und kennenzulernen.


Obwohl ich zugeben muss, dass bei uns Reise-Freaks Japan noch nie zur Debatte stand und wir uns beim ersten Spiel sehr schwer damit getan haben, die entsprechenden Städte auf der Karte schnell zu finden. Italien war da deutlich einfacher. Aber mit der Zeit wurde auch Japan einfacher und wir wussten, wo die entsprechenden Städte sich auf der Karte befinden. Und genau das ist der tolle Nebeneffekt den ich bei diesem Spiel so mag. Spielerisch lernt man neue Länder kennen.


Für alle die „Zug um Zug“ häufiger spielen und nicht meistens nur zu zweit ist die Erweiterung empfehlenswert. Aufgrund des o.g. Kritikpunktes würden wir die Japan-Map jedoch nicht für reine 2-Personen-Spieler empfehlen.


Uns macht „Zug um Zug“ auch nach vielen Partien weiterhin viel Spaß. Obwohl hier nur Kleinigkeiten am Spielsystem geändert worden sind, fühlt sich das Spiel wieder etwas neu und aufregend an.

GAMING WOLVES

Hallo zusammen.

Wir sind Nina und Tim und gemeinsam sind wir die Gaming Wolves.

In unserem Blog rezensieren wir aktuelle aber auch ältere Spiele, schreiben Kolumnen und Berichten über News aus der Welt der Brettspiele. Wir hoffen, dass wir euch mit unseren Artikeln eine schöne Auszeit geben können und diese für euch als Entscheidungsfindung dienen werden.

Wenn ihr Fragen, Wünsche, Anregungen oder Kritik habt, dann kontaktiert uns gerne.

Und nun wünschen wir euch viel Spaß!

Eure Gaming Wolves

Nina & Tim

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